Norwegen

Bester Koch der Welt arbeitet in einer Kantine

Bei der Weltmeisterschaft der Profiköche in Lyon siegte überraschend der Norweger Charles Tjessem mit 944 Punkten und erhielt damit den Titel "Bester Koch der Welt" und eine Goldstatue "Bocuse d’Or". Der Norweger arbeitet nicht etwa im Drei-Sterne-Restaurant, sondern als Koch in der Werkskantine einer norwegischen Ölgesellschaft. So war seine Kantine Mittelpunkt einer Sondersendung des norwegischen Fernsehens, in dem der neue große Sohn des Landes gefeiert wurde. Er gewann vor Franck Putelat (Frankreich/943) Claus Weitbrecht (940), der als erster Deutscher eine Bronze-Medaille gewann. Wie die Köchevereinigung Eurotoques in Kaisersbach in Baden-Württemberg mitteilte, gewann der Küchenmeister des Restaurants "Talblick" in Wildberg (Kreis Calw) 10.000 Euro Preisgeld. Den internationalen Wettbewerb, benannt nach dem bedeutendsten französischen Küchenchef Paul Bocuse, gibt es seit 1987. Noch nie sei der Vorsprung der ersten Drei vor dem restlichen Feld so klar und es innerhalb des Spitzentrios so knapp gewesen, sagte Jury-Mitglied und Eurotoques-Präsident Ernst-Ulrich Schassberger.



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