Gentechnik

Bio-Bauern - Aktion gegen Gen-Food

‘Wir arbeiten ohne Gentechnik!‘ mit dieser Aussage möchten Bioland, Naturland und Demeter jetzt auf über 25.000 Feldschildern auf ihre Gentechnik freien Lebensmittel hinweisen. Hintergrund: „Die Verbraucher in Deutschland sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich für gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel zu entscheiden“, so die großen Anbauverbände des Biologischen Landbaus. Zur Frühjahrsaussaat zeigen die zugehörigen Biobetriebe daher in einer gemeinsamen Aktion Flagge oder besser Schilder. „Wir möchten der Bevölkerung deutlich machen, auf welchen Ackerflächen Gentechnik keine Chance hat“, erklärt Thomas Dosch vom Bioland Bundesvorstand. Demeter-Geschäftsführer Dr. Peter Schaumberger zur gesetzlichen Lage: „Der Gesetzgeber muss auch in Zukunft ermöglichen, dass biologisch und konventionell arbeitende Bauern Gentechnik frei produzieren können.“ Dies könnten die bisher vorgesehenen Regelungen nicht sicher stellen. Wichtig seien klare Vorschriften, welche Schutzvorkehrungen Landwirte treffen müssen, die Gentechnik einsetzen, sowie ein Reinheitsgebot für Saatgut. „Wenn gentechnische Verunreinigungen beim Saatgut von bis zu 0,7 Prozent erlaubt würden, ist einer schleichenden Verbreitung auf andere Ackerflächen Tür und Tor geöffnet“, ergänzt Naturland Geschäftsführer Firos Holterman. Auch die vorgesehene Haftung bei gentechnischen Verunreinigungen von Nachbarfeldern sei noch unzureichend. Weiterhin lehnten rund 70 Prozent der Verbraucher die Gentechnik bei Nahrungsmitteln ab. Doch mit dem neuen Gentechnikgesetz in Deutschland soll der Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen grundsätzlich ermöglicht werden. Ab dem 18. April müssen Zutaten in Lebensmitteln mit einem Anteil von mehr als 0,9 Prozent gentechnisch veränderter Organismen EUweit gekennzeichnet werden. Fleisch, das mit Hilfe gentechnisch veränderter Futtermittel erzeugt wurde, muss aber keinen Hinweis tragen.

stats