Studie

Bio weiter auf Wachstumskurs

Weltweit werden mehr als 26 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Das belegt die auf der Messe BioFach in Nürnberg vorgelegte Studie ’The World of Organic Agriculture - Statistics and Emerging Trade 2005’. Im Vergleich zum Vorjahr hat damit die Biofläche um etwa zehn Prozent zugenommen. Mit einer Fläche von 11,3 Millionen Hektar liegt Australien an der Spitze der Statistik, gefolgt von Argentinien (2,8 Millionen Hektar) und Italien (1 Million Hektar). Deutschland liegt im weltweiten Vergleich auf Platz sieben mit 734.000 Hektar. Bernward Geier von der Internationalen Vereinigung biologischer Landbewegung (IFOAM) erwartet auch für die nächsten Jahre ein gesundes Wachstum der Biofläche und des globalen Marktes, unter anderem weil der Biolandbau und seine Produkte jetzt immer mehr Unterstützung von Regierungen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit erhält. Für letztere ist der entscheidende Punkt, dass sich mit den höheren Preisen für Bio-Produkte der Armut der Landbevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern sehr gut entgegenwirken lässt.



In Deutschland ist der Trend zu ’mehr Bio’ jedenfalls eindeutig. Zum Abschluss der BioFach hat Bundesverbraucherministerin Renate Künast eine positive Bilanz gezogen: „Der Erfolg der BioFach zeigt, dass Bio-Produkte längst kein Nischendasein mehr führen. Bio ist nicht nur in Deutschland, sondern auch europa- und weltweit auf Wachstumskurs und leistet einen immer größeren Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.“ Auch in diesem Jahr hat die Messe sich weiter vergrößert und konnte über 2.000 Aussteller und rund 30.000 Fachbesucher verzeichnen.



Die positive Entwicklung der Bio-Branche spiegelt sich auch in der regen Nutzung des staatlichen Bio-Siegels wider. Im Rahmen des Eröffnungsrundgangs der BioFach gab Künast das 25.000ste Produkt mit dem staatlichen Bio-Siegel bekannt.

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