6th European Foodservice Summit

Brain Food und Networking allererster Güte

International, intelligent, interaktiv: Auch die sechste Ausgabe des multinationalen Top-Events war ein Think Tank der Sonderklasse, eine mega-gehaltvolle Info- und Kontaktplattform für die ’Big Shots’ der Foodservice-Branche. Über 250 Teilnehmer aus zwanzig Nationen kamen vom 28. bis 30. September nach Zürich: Full House also für das Veranstalter-Trio Gottlieb Duttweiler Institut (GDI), FoodService Europe & Middle East sowie die University of Central Florida. Besonders stark vertreten waren auch in diesem Jahr wieder Spitzenmanager und Unternehmer aus den Bereichen Fast Food/Quick Casual, Verkehrsgastronomie sowie Gemeinschaftsverpflegung. Und auffällig erneut: die steigende Teilnahme von Vertretern aus Osteuropa, namentlich aus Litauen, Tschechien, Polen und Russland. Das Programm im Lake Side/ Casino Zürichhorn stand 2005 unter dem Titel ’Innovation and Re-Invention from the Core’ – und die Referenten-Liste, sie war erneut ein Stelldichein renommierter Branchen-Player und herausragender Persönlichkeiten aus Europa und Übersee. Zu den vielen Highlights zählte der Vortrag des in Australien lebenden Dänen Martin Lindstrom über ’Brand Sense’, meint: Wie man für den erfolgreichen, nachhaltigen Aufbau und das Profil einer Marke alle Sinne (vor allem den Geruchssinn) ansprechen und nutzen sollte. Der erst 35-jährige Marketing-Guru war bereits zum zweiten Mal dabei. Hoch bewegend auch der Auftritt des weltberühmten Bergsteigers, Abenteurers und Forschers Reinhold Messner, der anhand seiner eindrucksvollen Biographie nachvollziehbar machte, welch schier unglaublichen Kräfte Willensstärke mobilisieren kann, dass ein Neuanfang immer möglich ist – und dass ihn seine Niederlagen meist mehr gelehrt haben als seine Erfolge. Jeremy Rifkin, Gründer und Präsident der ’Foundation on Economic Trends’ beleuchtete in seinem provokanten und dadurch aufrüttelnden Vortrag zum Thema ’Wie die europäische Vision der Zukunft allmählich den American Dream verdunkelt’ Geschichte sowie Stärken und Schwächen des European und American Dreams. Und er hob hervor, was beide Kulturkreise voneinander lernen können – und müssen –, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wirkungsvoll zu begegnen. Das hochkarätige Finale der Veranstaltung bildete – auch dies ist schon Tradition – ein CEO-Panel. Diesmal diskutierten Teija Andersen (Fazer Amica, Finnland), Attila Dogudan (Do & Co, Österreich), David Fitzjohn (Yum! Europe, Großbritannien) sowie Elie Maalouf (Autogrill, Italien) über Innovationsstrategien und -management. Zu den zusätzlichen ’Mehrwert-Offerten’ des Events, das von Coca-Cola, Ecolab, Huhtamaki, Metro C&C, Nestlé FoodServices, Salomon und Winterhalter als Educational Partnern unterstützt wurde, zählten auch in diesem Jahr wieder zwei Restaurant Study Tours durch Zürich. Eine davon war diesmal besonders 'customized’ und ’tailor-made’ auf die (spontanen) Wünsche und Interessen der kleinen Teilnehmerzahl zugeschnitten. Zusätzlich bot Martin Lindstrom am Vortag des Summits einen (ebenfalls voll ausgebuchten) Workshop zum Thema ’The future world of holistic branding’. Hoch intensives, gemeinsames Lernen und Erleben – eine Nutzenoptimierung, die ebenso zu den Erfolgsmomenten der noch jungen Veranstaltung zählt wie optimale Kontaktqualität durch eine gesteuerte Besucherstruktur von mindestens 2/3 Operators und maximal 1/3 Suppliers und Consultants. Dass neben dem Geist auch der Gaumen höchst gehaltvoll verwöhnt und angeregt wurde, dafür standen auch 2005 wieder inspirierende Hospitality-Leistungen. Absolut herausragend war einmal mehr die rundum begeisternde F&B-Inszenierung von Marché Mövenpick beim stimmungsvollen Offshore-Abendevent auf dem Zürichsee. Operative Höchstleistung auf minimaler Fläche. Eine ausführliche Berichterstattung und Analyse der Vorträge erscheint in der nächsten Ausgabe von FoodService Europe & Middle East (4/2005) Ende November. Mehr Infos zum Summit generell sowie bald auch zum Termin der nächsten, siebten Ausgabe (voraussichtlich in der 38. Woche 2006) unter www.gdi.ch.




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