Hamburg

Brauhaus von Eugen Block eröffnet im Herbst 2011

Besichtigungstermin in einer gastronomischen Großbaustelle allerersten Ranges: Am gestrigen Donnerstag führte Gastronomie-Unternehmer Eugen Block höchstpersönlich durch sein künftiges Block Bräu an den Hamburger Landungsbrücken. Bis zu 1000 Gäste sollen hier in knapp einem Jahr selbstgebrautes Bier und herzhafte Gerichte genießen können.

Bereits vor knapp zwei Jahren bekam die Block-Gruppe den Zuschlag für die Immobilie in touristisch herausragender Lage, in der bis 2007 ein Pupasch-Betrieb untergebracht war. Viele bauliche Maßnahmen an dem historischen Gebäude hat die Hamburger Hafenverwaltung (HPA) in der Zwischenzeit abgeschlossen, wie z.B. den Abbruch der alten Dachaufbauten, die Schadstoffsanierung und weitere grundlegende Sanierungsarbeiten. Zudem wurden Bohrpfähle in den Untergrund der Landungsbrücken gerammt, um die zu erwartenden großen Lasten zu tragen: Bis zu 40 t Bier sollen u.a. in den Silos gelagert werden.
Die kommenden Bauarbeiten drehen sich um das neue zentrale Treppenhaus und den gläsernen Dachausbau. „Allmählich nimmt das Brauhaus Formen an“, freut sich Block. „Im Frühjahr setzen wir die drei Braukessel ein und können endlich mit dem Innenausbau beginnen.“ Der große Braukessel, der als Mittelpunkt im Inneren des Gebäudes platziert wird, kann jährlich 500.000 Liter produzieren. Das selbst gebraute Bier könnte dann unter eigenem Label auch in den Block Häusern verkauft werden.

10 Mio. € investiert Block in das Projekt, mit dem sich der Steakhauspionier einen lange gehegten Traum erfüllt: dem Wahrzeichen des Hamburger Hafens zu neuem Glanz zu verhelfen und einem alten hanseatischen Gewerbe zu neuem Ruhm. „Wir wollen Hamburg und die Hamburger Braukunst in den Mittelpunkt des Konzeptes stellen“, so Block. Im späten Mittelalter galt die Elbstadt mit ihren damals 500 Brauereien angeblich als „Brauhaus der Hanse“.

Die Karte wird volkstümliche Speisen präsentierten, hergestellt in drei Küchen und serviert von Servicekräften in neuzeitlich interpretierten Vierländer Trachten. Das selbstgebraute Block-Bräu-Bier ist zusätzlich an vier Bars zu haben. „Einfach und gut soll es werden.“

500 Innenplätze verteilen sich auf drei Ebenen: 250 in Erdgeschoss, 150 im 1. Obergeschoss sowie weitere 100 in einem Klubraum im 2. Obergeschoss. Die von innen und außen erreichbare Dachterrasse mit traumhaftem Hafenblick bietet nochmals 500 Menschen Platz. Operativ zeichnet Andreas Vogel als Geschäftsführer der Block Bräu GmbH für das Projekt verantwortlich, zuvor beim britischen SSP-Konzern für Flughafengastronomie tätig.

www.block-house.de

Ulrike Vongehr




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