Frühstück auf Geschäftsreisen

Bundesfinanzministerium schafft Klarheit

Das Bundesministerium der Finanzen hat die noch offenen steuerrechtlichen Detailfragen zur Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie geklärt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (Iha) gehen davon aus, dass damit der Ärger um das Frühstück beendet ist.


„Mit den nun veröffentlichten Regelungen des BMF sind die Geschäftsreisekunden bezüglich der lohnsteuerrechtlichen Behandlung des Frühstücks wieder so gestellt wie vor der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes zum 1. Januar 2010", erklären die Verbände. Die Hotellerie in Deutschland werde die vom Bundesfinanzministerium gemachten Vorgaben gästeorientiert umsetzen.

Der seit Januar notwendig gewordene separate Ausweis von Übernachtung und Frühstück auf den Hotelrechnungen führte zu Kritik der Wirtschaft und ihrer dienstreisenden Mitarbeiter. Mit der jetzt eröffneten Möglichkeit, umsatzsteuerlich nicht begünstigte Leistungen wie zum Beispiel das Frühstück und den Internetzugang zu einem Rechnungsposten 'Business-Paket' zusammenzufassen, kann nun die jahrelang bewährte 4,80-EUR-Regelung für Dienstreisende wieder zur Anwendung kommen. Unbedingt zu beachten ist aber, dass in einem solchen 'Business-Paket' keine privaten Leistungen enthalten sein dürfen.

„Auch durch die erleichterte Anwendung des Sachbezugswertes für vom Arbeitgeber bezahlte Frühstücke ist sichergestellt, dass kein Dienstreisender schlechter gestellt ist als im Jahr 2009", machen die Verbände deutlich. „Es war uns wichtig, dass die dienstreisenden Gäste durch die Mehrwertsteuersenkung ausschließlich für Übernachtungen keinen unbeabsichtigten lohnsteuerrechtlichen Nachteil erleiden."

http://www.dehoga.de/


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