Diageo

Burger King wechselt den Besitzer

Neuer Eigner ist hauptsächlich das Management. Die zweitgrößte Hamburger-Restaurant-Kette der Welt wechselt den Besitzer. Der britische Getränkekonzern Diageo plc. hatte sich schon vor Monaten entschlossen, Burger King zu verkaufen, weil Fast Food nicht als 'Kernaktivität' von Diageo gilt. Dabei war aber hauptsächlich an einen Börsengang gedacht worden. Analysten in London hatten den möglichen Börsenwert von Burger King immerhin auf 2,0 bis 2,5 Milliarden Pfund oder umgerechnet 3,2 bis 4,0 Milliarden Euro veranschlagt.

Inzwischen allerdings hat sich das Börsenklima nicht gerade verbessert, so dass die genannte Preisvorstellung unrealistisch erscheint. Zum anderen hat Burger King in den zurückliegenden drei Geschäftsjahren nicht gerade so eindrucksvoll abgeschnitten, dass der Börsengang einen überdurchschnittlichen Erlös bringen könnte.

Mit starkem Engagement des neuen Chief Executive, des Amerikaners John Dasburg, sind inzwischen die Würfel gefallen. Burger King wird vom eigenen Management gekauft, das für die Gesellschaft knapp 1,6 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro bezahlen wird. Um diese Mittel aufzubringen, wird man entsprechende Gelder von Texas Pacific, einer amerikanischen Venture Capital Gruppe, aufnehmen. In London wird damit gerechnet, dass Diageo die zufließenden Mittel in nahezu vollem Umfang in Form von Aktienrückkäufen an die eigenen Aktionäre ausschütten wird.
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