Disney

CEO Michael Eisner kündigt Abschied an

Der langjährige Vorstandchef des Unterhaltungs- und Medienkonzerns Walt Disney hat angekündigt, seinen Posten im Herbst 2006 zu räumen. Michael Eisner, seit 20 Jahren CEO, hatte in letzter Zeit massiv in der Kritik gestanden und erst kürzlich seinen Posten als Chairman des Unternehmens niedergelegt, er dementiert jedoch, dass seine Rückzugsabsicht mit der Kritik an seiner Person in Zusammenhang stehe. Insbesondere wirft Roy Disney, ehemaliger Verwaltungsrat und Neffe des Unternehmensgründers Walt Disney, dem Disney-Boss Leistungsschwäche und einen mangelhaften Führungsstil vor.



Disney hatte in den letzten Jahren mit Problemen beim Fernsehsender ABC, in der Zeichentricksparte sowie den Freizeitparks zu kämpfen. Erst neuerdings hat sich die Situation wieder entspannt: Die Company erwartet für das Geschäftsjahr 2004 (30.9.) ein Gewinnplus von 50 %. Die Besucherzahlen in den Freizeitparks, nach dem 11. September stark angeschlagen, weisen wieder aufwärts, erfolgreiche Filmproduktionen wie "Finding Nemo" haben die Umsätze im DVD-Segment gepusht, Kabelsender wie der Sportkanal ESPN spielen Profite ein. Dennoch bleibt das Geschäft des Unternehmens, erst im Frühjahr diesen Jahres mit einem feindlichen Übernahmeangebot seitens des führenden US-Kabelkonzerns Comcast konfrontiert (das wenig später zurück gezogen wurde), sensibel und reich an Baustellen. Insider halten es nach der Rückzugserklärung Eisners jedoch für unwahrscheinlich, dass der 62-Jährige nun noch vorzeitig aus dem Amt gedrängt wird.

www.disney.go.com

stats