Solarcafé

Cafékonzept rund um erneuerbare Energien

Wer guten Kaffee kochen will, der braucht Storm. Erst recht, wenn es zu Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso auch noch einen knusprigen Snack, ein Eis oder gar ein vollwertiges Essen geben soll. Immer mehr Hersteller setzen auf energiesparende Geräte, den Machern von Solarcafé ging das in punkto Ressourcenschonung nicht weit genug. Ihr Konzept umfasst eine ’Sustainable-Event-Location’, die weitestgehend mit erneuerbaren Energien betrieben wird: Kristalline Fassadenelemente aus Solarzellen tauchen den Raum in arabeske Lichtmuster und erzeugen Strom. Lichtlenksysteme sorgen für gute Ausleuchtung mit Tageslicht und sparen Strom für die elektrische Beleuchtung. Kühltruhe und Espressomaschine sind solarbetrieben. Mit Gas wird gekocht, heißes Wasser kommt von einem Vakuumkollektor. Der Wintergarten erhält einen Holzvergaserofen. Eine solargestützte Kältemaschine und gegebenenfalls ein Naturkeller halten die Vorräte kühl. Entsprechende Prototypen hat die Mutterfirma Solar Lifestyle bereits entwickelt. Ein ökologisches Musterhaus also mit gastronomischem Mehrwert: „Regionale Küche, Slow Food, Kaffeespezialitäten“, skizziert Konzeptvater Sepp Fiedler das passende F&B-Angebot. Auch die Speisekarte will der Physiker und Umwelt-, Ernährungs- und Gesundheitsberater übrigens „energetisch optimieren.“ Das Café soll den Gästen zudem als Erfahrungs- und Erlebnisraum dienen: Bauweise, solare Energietechnik und alle ressourcenschonenden Details sollen dem Besucher sinnlich nachvollziehbar präsentiert werden. Zielgruppe: Lohas und Trendbewusste. Eine mobile Variante des Solarcafés, das Solar Island System, kommt bereits seit einigen Jahren im Eventbereich zum Einsatz: ein Iso-Stahlcontainer, der als multifunktionale solare Versorgungseinheit konzipiert ist. Der Container benötigt keinen Anschluss an ein öffentliches Stromnetz und kann per Bahn, LKW oder Schiff transportiert werden. Mit Schranktresen, Spüle, Kühlschrank und –truhe, Eisbar, Klapptischen und -stühlen sowie einer Markise ausgestattet kann das System vor Ort als Eis- und Cocktailbar, Kiosk, Bistro oder Internetcafé in Betrieb genommen werden. Für das ’standhaftere’ Solarcafé sucht Fiedler nun Investoren. Mögliche Standorte hat er bereits in Berlin, Hamburg und München ausgemacht. Ein Referenzobjekt wolle seine Firma selbst betreiben, weitere Standorte sollen gastronomische Partner selbst übernehmen. www.solarcafe.de Redaktion food-service Solarcafé, Solar Island System, Erlebnisgastronomie, Lohas, Nachhaltigkeit, ressourcenschonend, energieeffizient, erneuerbare Energien, Solar, ökologisch


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