Berlin

Cahoona Coffee Drive-In stellt sich vor

Gerade mal 3x8 m Grundfläche misst Deutschlands erster Kaffeebar-Autoschalter, Cahoona, der im April unweit des Berliner Finanzministeriums sowie des Post & Telekommunikationsmuseums an den Start ging. Um sich die Kaffeespezialitäten im Pappbecher und einen kleinen Snack für unterwegs zu sichern, müssen Autofahrer lediglich kurz die vielbefahrene Leipziger Straße verlassen – ähnlich wie beim Tanken. Auf jeder Seite des kleinen Holzhauses im Western-Look befindet sich ein Autoschalter. Maximal eine Minute pro Serviceeinheit haben sich die Macher auf die Fahne geschrieben. Wenn alle Abläufe routiniert sind, soll es eine 60-Sekunden-Garantie geben. Das Outfit des Testbetriebes ist übrigens untypisch für das Konzept, berichtet Gastro-Quereinsteiger Gunter Wakulat, gemeinsam mit Ehefrau Kathrin Entwickler des 100%-igen Take-Away-Konzeptes: „Ein Zugeständnis an den Standort – Denkmalschutzvorschriften.“ Statt braun-beige sollen die Kaffeehäuschen eigentlich in knalligen Hawaii-Farben daherkommen. Denn, wie der Name bereits suggeriert: Cahoona ist eine hawaiianische Kaffeebar. „Der Name ist ein Synonym für das hawaiianische Lebensgefühl“, erklärt Wakulat. Das umfasst auch das Freundlichsein zu Fremden. Und so werden die vorbeifahrenden Gäste stets mit einem Aloha begrüßt – und zwar von Mitarbeitern im Hawaiihemd. Auch der Kaffee, eine eigene Kona-Blend, stammt aus Hawaii. Wer puren Kona-Kaffee trinken möchte, bekommt bei Cahoona den wohl teuersten To-Go-Kaffee der Stadt: ein Becher kostet 12,50 €. Grundsätzlich liegt das Preisniveau etwas unter jenem der Preisführer. Ab 2,60 € gibt’s beispielsweise Latte Macciato (12 oz) oder Cappuccino. Das Food-Sortiment umfasst die üblichen Coffeeshop-Favoriten: Sandwiches, Bagels, Donuts, Cookies, Mini-Brownies im Muffin-Format. Geöffnet ist morgens ab 7 bis 22 Uhr (Fr. und Sa. Bis 23 Uhr). Wobei die ersten fünf Stunden mit Abstand die stärksten sind. 100-150 Gäste kommen derzeit pro Tag. 70 % Stammgäste, wie Wakulat dem Rücklauf der Treuekarten entnimmt. Die Geschäftsleute mit ihren Spitzenklassewagen zählten zu den ersten, die das Angebot erkundeten. Inzwischen sind auch jede Menge junge alternative Gäste unter den Kunden. Im vierten Betriebsmonat zieht der Konzeptgründer eine positive Zwischenbilanz: „Wir konnten vom Start weg unsere Kosten decken.“ Innerhalb der nächsten drei Jahre will Walkulat gemeinsam mit Franchisepartnern zehn weitere Cahoona Drive-in Kaffeebars im Raum Berlin eröffnen. Allerdings nicht in der Innenstadt, sondern in der Periphierie, sprich: an den Zubringerstraßen, welche die Pendler morgens Richtung Arbeit frequentieren. Nun gilt die Suche geeigneten Standorten sowie Franchisenehmern. www.cahoona-coffee.de Redaktion food-service/ KaS Cahoona Coffee DriveIn, Kaffeebar, Take-Away, Berlin, To-Go, Kaffeespezialitäten, Verkehrswege


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