Delivery Pionier

Call a Pizza feiert 25. Geburtstag

Rudolf M. Hochreiter war der Pionier im deutschen Pizza Delivery Business: Genau am 25. April 1985 gründete der gelernte Banker im bayrischen Edling seine ’Call a Pizza Schnellrestaurant Betriebsgesellschaft’. Im Oktober 1985 eröffnete er dann die erste Call a Pizza-Filiale in der Münchner Orleansstraße. Seit 2002 führt der ehemalige Franchisenehmer Thomas Wilde die Geschicke der heute 78 Läden umfassenden Kette. Seither kann das System Jahr für Jahr schöne Umsatzwachstumsraten verbuchen.

München erwies sich als fruchtbares Terrain für das bis dahin hierzulande noch sehr exotische Konzept-Gewächs ’Bei Anruf Pizza’. Bereits 1988 gedieh Call a Pizza hier an elf Standorten, das Verbreitungsgebiet hatte sich darüber hinaus bis nach Rosenheim, Nürnberg ausgedehnt. Als besonders glücklich erwies sich der ebenfalls 1988 vollzogene Schritt nach Berlin, denn hier wurde im März 1991 ein junger Mann Franchisenehmer des dritten dortigen Stores, der bis heute die Geschicke der Call a Pizza-Familie entscheidend beeinflusst hat: Thomas Wilde, gelernter Kfz-Mechaniker und Teilzeit-Postler.

Ende der Neunziger – mit rund 70 Ablegern, überwiegend in München und Berlin – geriet Call a Pizza ins Straucheln. Am 1. Juli 2002 gingen die Markenrechte auf Thomas Wilde über, der die Franchisezentrale nach Berlin verlegte und das Call-a-Pizza-Netz auf heute knapp 80 Standorte mit regionalen Schwerpunkten in Berlin/Brandenburg, Hamburg, Leipzig, Dresden und München erweiterte.

Ebenso wichtig wie der faire Umgang mit seinen Lizenznehmern ist Wilde das vertrauensvolle Verhältnis zu seinen langjährigen Partnern aus der Vorstufe. „Das beginnt mit unserem IT-Dienstleister, mit dem gemeinsam wir den Anteil von online-Bestellungen inzwischen auf über 30 % geschraubt haben, über unseren Ofen-Lieferanten bis hin zum Teigproduzenten“, zählt Wilde auf. Was macht für ihn darüber hinaus den Erfolg von Call a Pizza aus? „Die Kunst besteht darin, die besten Franchisepartner an sich zu binden“, so Wilde. „Wenn diese das Konzept leben und erstklassig umsetzen, gewinnt man auch mit einer durchschnittlichen Idee. Wir müssen nicht um jeden Preis alles besser machen, schon eher: anders sein als alle anderen.“ Vorbereitet werden die Franchisepartner auf diese Aufgabe seit Anfang des Jahres in der eigenen Call a Pizza Akademie in Berlin.

2009 konnte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz um 11,3 % auf 25,7 Mio. Euro steigern. Für die nächsten Jahre stehen jeweils rund zwanzig Neueröffnungen auf der Agenda, vor allem in Bayern und Hessen.

www.callapizza.de

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