Frankfurt

Carrotmob für den Klimaschutz im ’Luftikus’

Entweder alles oder gar nichts dachten sich Andreas und Rosa Eberbach, Inhaber der Frankfurter Gaststätte ’Luftikus’, als sie hörten worum es sich beim ’Carrotmob’ handelt und boten 100% um diese attraktive Maßnahme für ihr Lokal zu ersteigern. Damit sind sie heute Gastgeber des zweiten Frankfurter Carrotmobs und haben sich verpflichtet, alle Einnahmen, die sie zwischen 19 und 22 Uhr in ihrem Restaurant erwirtschaften, in dessen energieeffizienten Umbau zu stecken. Im Gegenzug sorgt das Organisationsteam dafür, dass möglichst viele Gäste in der fraglichen Zeit das Lokal bevölkern.

Der Name ’Carrotmob’ steht bildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einem bestimmten Ziel geführt wird. Die Unternehmen werden nach dem gleichen Prinzip dazu animiert, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen. Das ’Zusammentrommeln’ von Menschen für einen bestimmten Zweck an einer bestimmten Location sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für großes Aufsehen: Egal aus welchem Anlass – aus Protest, zum (nachhaltigen) Konsum, zu Sit ins, Get-togethers, etc. – die so genannten Mobs haben ihren Ursprung in den USA und funktionieren meistens über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. Der erste deutsche Carrotmob fand 2009 in Berlin statt und ist seither in vielen Städten durchgeführt worden. In der Regel beschert ein Carrotmob den Gastronomen einen ungewöhnlich hohen Umsatz mit vielen neuen Kunden zu in der Regel umsatzschwachen Zeiten. Zusätzlich profitiert er vom kostenlosem Marketing und Pressearbeit des Organisationsteams. Nicht zuletzt spart er langfristig Energiekosten.

Neben ein Live-Musik gibt’s bei Carrotmob im Luftikus auch Gerichte rund um die Karotte. Auch das Energie-Referat der Stadt Frankfurt unterstützt den Carrotmob und hat angekündigt, 30% der Investitionskosten in klimafreundlichen Maßnahmen, die durch den Carrotmob ausgelöst werden, zu übernehmen. Das Referat informiert außerdem in diesem Zusammenhang über Stromspar-Subventionen sowohl für Gewerbebetriebe als auch Privathaushalte.

Beim ersten Frankfurter Carrotmob am 12. Dezember 2009 erzielte der Naturkostladen Andersch zwischen 10 und 13 Uhr im mit rund 300 Teilnehmern einen Klimaschutzbeitrag von 3.730 Euro – 75 % des Gesamtumsatzes, die Betreiber Achim Andersch in die klimafreundliche Modernisierung seines Ladens investierte.

www.carrotmobfrankfurt.de
www.luftikus-ffm.de


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