USA

Chocolate lounges contra Coffee bars

Statt Schokolade zum Kaffee gibt es dort Kaffee zur Schokolade: ’Ethel’s Chocolate Lounge’ ist nicht nur ein weiterer Absatzkanal des Süßigkeiten-Giganten Mars Inc., sondern seine eigene Schöpfung. Und der Versuch, mittels neuer Produkte auf Premiumniveau den Konsum von Kakao(produkten) ebenso selbstverständlich zu machen wie das Kaffeetrinken am Morgen. So gesehen versucht ein Unternehmen, das bisher vor allem für Massenerzeugnisse wie Schokoriegel steht, sich mit einem gehobenen Angebot in die Liga von Luxusgütern zu katapultieren. Mehr noch: Die Schoko-Lokale sollen herkömmlichen Cafés und Kaffeebars Konkurrenz machen. Und frischen Wind in einen Markt bringen, dessen Umsatz seit Jahren nur mäßig steigt.



Benannt nach der letzten Matriarchin des Konzerns, wurde das erste Ethel’s im April eröffnet. Im Sommers kamen, ebenfalls in Chicago, zwei weitere dazu. Bis zum Herbst will man es dann auf insgesamt sechs Teststores in der amerikanischen Metropole bringen. Das Unternehmen plant einen nationalen Roll-out noch vor Ablauf dieses Jahres. Neben allerlei Pralinen, Schokoladen und Kakaogetränken bieten die Lounges auch Tee und Fruchtsäfte. Oder so verlockende Kombinationen wie ’Truffle and Tea for two’. Schokoholiker wird’s freuen, auch wenn Ernährungsexperten bereits warnen.



Neu ist die Idee von der Schokoladen-Lounge nicht, vielmehr reicht ihre Geschichte bis ins 17. Jahrhundert, als die Kakaobohne von Südamerika nach Europa importiert wurde. Schon damals boten sogenannte Schokoladen-Häuser in London Leckereien aus der Kakaobohne feil. Allerdings konnte sich nur die reiche Elite die braunen Köstlichkeiten leisten.



www.mars.com

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