Hamburg/Braunschweig

Claus D. Hübsch ruft die Rheinische Republik aus

Seit Anfang des Jahres heißt die ehemaliger Hamburger StäV 'Rheinische Republik'. Nach Auslaufen des 12-Jahres-Vertrags mit den Gründern der 'Ständigen Vertretung' beschlossen Claus Dieter Hübsch und Jürgen Koch, die Lizenz nicht zu verlängern und das Konzept unter einem neuen Namen ins Rennen zu schicken. "Über 20 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung und damit der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR wird die Bezeichung Name StäV von der jüngeren Generation nicht mehr verstanden", erklärt Hübsch. "Mit der Rheinischen Republik wollen wir aber dennoch an die Idee von Kölscher Gastlichkeit verbunden mit politischer Gastronomie anknüpfen."

Das gelernte und beliebte Konzept der StäV blieb in der 'Rheinischen Republik' unverändert: Mit 220 Sitzplätzen plus 350 auf der Terrasse erlösen Hübsch und Koch hier gut 2,7 Mio. € im Jahr. "Wir sind ein bierlastiges Restaurant mit einem F:B-Verhältnis von 50:50", berichtet Hübsch. Bis zu 100 hl Gerstensaft fließen pro Monat durch den Zapfhahn - "entsprechend gut sind unsere Beziehungen zum Getränkefachgroßhandel." Letzterer soll helfen, die 'Rheinische Republik' auch in anderen Städten zu etablieren. "Dort kennt man die Flächen, denen ein neues Konzept gut tun würde", so Hübsch. 

Den Plan, das Konzept zu multiplizieren, bekräftigt der Umbau des von Jürgen Koch in Braunschweig betriebenen Restaurants Franzi's zur parallel gestarteten zweiten 'Rheinischen Republik'. Hier stehen mitten in der Innenstadt 190 Sitzplätze zur Verfügung. Wenn der neue Name in ein paar Monaten gelernt ist, soll die weitere Expansion deutschlandweit auch mit Franchisepartnern stattfinden.

Gleichzeitig treiben Hübsch und Koch noch ein weiteres Projekt voran: In Bremen eröffnet im September das Bremische Wirtshaus, erstes einer geplanten Kette von Wirtshäusern, die jeweils den Namen der Stadt tragen, in der sie sich befinden. "Das Konzept soll ein Spiegel der jeweiligen Stadt sein: mit Bildern lokaler Persönlichkeiten und Ereignisse sowie regionalen Spezialitäten, fest verwurzelt in der Heimat der Gäste", erklärt Hübsch. "Die Faszination Wirtshaus ist sehr lebendig, gerade bei der wachsenden Zielgruppe der Best Ager."

Die ersten drei Monate in der Hamburger Rheinischen Republik stimmen Hübsch optimistisch, auch ohne die bekannte Marke StäV am Standort Stadthausbrücke erfolgreich zu sein: "Trotz des widrigen Wetters liegen die Umsätze über dem Vorjahreszeitraum." Mit insgesamt sieben Betrieben, darunter auch das Restaurant Parlament im Hamburger Rathaus, erlöste die Hübsch, Koch, Köpke-Gastronomie-Gruppe 2012 17,2 Mio. €.

www.rheinische-republik.de

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