Schulobstprogramm

DGE mahnt Bund und Länder zur Einigung über die Finanzierung

Im Streit um die Finanzierung des EU-Schulobstprogramms in Deutschland meldet sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu Wort und verweist auf erste positive Ergebnisse eines Pilotprogramms in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.


In den beiden Bundesländern verteilt seit Mitte März der Verein 5 am Tag e.V. im Auftrag und mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) an 18 ausgewählten Schulen kostenlos Obst und Gemüse. Die bundesweite Ausdehnung des Programms mit Mitteln der Europäischen Union droht nun zu scheitern. Der Grund: zwischen Bund und Ländern herrscht Uneinigkeit über die Finanzierung. Wie café future bereits am 14. Juli meldete, geht es dabei um 20 Mio. €, mit denen die von der EU bereitgestellten Gelder aufgestockt werden müssten.


Dr. Helmut Oberritter, Geschäftsführer der DGE, hält ein Schulfruchtprogramm in Deutschland für unverzichtbar: „Es wäre ein wesentlicher Schritt, um Kinder und Jugendliche an eine obst- und gemüsereiche Ernährung heranzuführen. Eine solche Ernährung beinhaltet ein großes Präventionspotenzial in Bezug auf die Entstehung ernährungsmitbedingter Krankheiten.“



Derweil zeigt das Pilotprojekt in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erste Erfolge, unterstreicht die DGE. Der Zwischenbericht zeige, dass die Schüler das verteilte Obst und Gemüse gerne annehmen. Die Chance, das Schulobstprogramm der EU in Deutschland zu etablieren, sollte unbedingt genutzt werden zumal damit auch Zielgruppen erreicht werden könnten, die für klassische Aufklärungsmaßnahmen kaum empfänglich seien. Wissenschaftliche Untersuchungen zu Schulfruchtprogrammen zeigten in vielen Ländern gute Erfolge und belegten deren Nachhaltigkeit, betont die DGE. Insbesondere die Teilnehmer kostenloser Programme verzehrten auch noch nach längerem zeitlichen Abstand zu den durchgeführten Maßnahmen deutlich mehr Obst und Gemüse als Nichtteilnehmer.




www.dge.de




DGE, Schulobstprogramm, Dr. Helmut Oberritter, 5 am Tag e.V., Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)


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