Steigenberger Bilanz 2004

Das spannendste Jahr in der Geschichte

Die Steigenberger Hotel Group zeigt sich mit dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres zufrieden. So stieg die Zahl der Übernachtungen um 6,9 Prozent auf 2,9 Mio. Roomnights. Die durchschnittliche Belegungsquote konnte von 60,2 Prozent in 2003 auf 61,3 Prozent im vergangenen Jahr verbessert werden. „Das Jahr 2004 zählt sicher zu den spannendsten in der Geschichte der Steigenberger Hotels“, fasste Vorstandssprecher Karl Anton Schattmaier das abgelaufene Geschäftsjahr anlässlich der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main zusammen. Auch 2005 habe Steigenberger bisher nicht enttäuscht. „Wir sind bereits heute überzeugt, dass unser Hotelgeschäft uns mit neuer erprobter Strategie und straffer Struktur auch in diesem Jahr erneut in die Gewinnzone bringt“, zeigte sich Schattmaier für den Geschäftsverlauf in 2005 optimistisch. Als einen der Hauptgründe für die positive Entwicklung der Steigenberger Hotel Group nannte der Vorstandssprecher die konsequente Verfolgung der im vergangenen Jahr angekündigten Marschroute: „Konzentration auf das Kerngeschäft“. So war 2004 für Steigenberger ein Jahr der Neuausrichtung, in dem einschneidende Maßnahmen zur Reorganisation der Gesellschaft vorgenommen wurden. Dazu zählen:
  • Neuaufteilung der Geschäftsfelder in die drei operativen Bereiche Steigenberger Stadthotels, Steigenberger Ferienhotels und InterCityHotels.
  • Reduzierung des Portfolios von vier auf zwei Marken (Die Häuser der Marken Esprix und Maxx sind in die Marken Steigenberger Hotels & Resorts und InterCityHotels integriert worden.)
  • Einführung einer neuen Verlaufsstruktur (Integration eines Global Sales Teams, um den Verkauf näher am Kunden und den Märkten auszurichten)
  • Trennung von unrentablen und nicht „unternehmensnotwendigen“ Bereichen: Verkehrsgastronomie am Flughafen Düsseldorf und an den ICE-Bahnhöfen in Deutschland, der Frankhof Kellerei sowie von der Beteiligung der SRS-Worldhotels
  • Entschuldung der Gesellschaft in Höhe von 33 Mio. Euro.
Das Hotelportfolio der Steigenberger Hotel Group verzeichnete im vergangenen Jahr vier Neuzugänge (ein Steigenberger Hotel in Dessau sowie InterCityHotels in Düsseldorf, Hamburg Hauptbahnhof und Halle). Demgegenüber steht die Trennung von zwei Ferienhotels im österreichischen Bad Tatzmannsdorf, vom Steigenberger La Canaria auf Gran Canaria, vom Esprix Hotel in Göttingen sowie vom InterCityHotel Weimar. Damit liegt die Anzahl der zum Steigenberger Portfolio gehörenden Häuser in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Ägypten und den Niederlanden bei insgesamt 77 Hotels, davon 48 Pacht-, 14 Management- und 15 Franchisebetriebe in den Kategorien Drei- bis Fünf-Sterne. Trotz der Reduzierung um ein Hotel ist die Zahl der Roomnights der Gruppe um 6,9 Prozent von 2,7 Mio. auf 2,9 Mio. gestiegen. 2004 ist der Umsatz der Steigenberger Hotel Group inklusive Management- und Franchisebetriebe um 6,6 Mio. Euro auf 434,7 Mio. Euro gesunken. Dieser Rückgang sei in erster Linie auf die im Vorjahr erfolgte Abrechnung des Generalübernehmervertrages in Höhe von 26,1 Mio. Euro für den Umbau und die Erweiterung des Steigenberger Airport Hotel zurückzuführen, so Schattmaier. Auf bereinigter Basis konnte der Umsatz um 19, 5 Mio. Euro gesteigert werden. Die Hotelbetriebe der Gruppe verzeichneten im Kerngeschäft eine Umsatzerhöhung von 7,5 Mio. Euro auf 328,7 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. Dazu beigetragen haben die Stadthotels mit einem Umsatzplus von 23,2 Mio. Euro und die InterCityHotels mit einem Plus von 4,7 Mio. Euro. Allein das Steigenberger Airport Hotel hat nach Fertigstellung des Umbaus 11,3 Mio. Euro zum Wachstum beigetragen. Einen Umsatzrückgang um 20,3 Mio. Euro mussten die Ferienhotels hinnehmen. Diese Entwicklung erklärte Schattmaier mit dem Ausschied der Häuser in Bad Tatzmannsdorf sowie auf Gran Canaria, die insgesamt über 600 Zimmer verfügten und einen Umsatz von insgesamt 20,5 Mio. Euro erwirtschafteten. Der GOP (Gross Operating Profit) ist auf 28,6 Prozent des Umsatzes gestiegen (Vorjahr: 27,9 Prozent). Hier sind die Franchisehotels nicht enthalten. Dies entspricht einer Steigerung des GOP von 89,6 Mio. Euro aufd 93,9 Mio. Euro und einem Plus von 4,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr weist die Steigenberger Hotels AG einen Konzern-Jahresüberschuss (vor Steuern) in Höhe von 4,2 Mio. Euro aus. Im Jahr zuvor musste die Gruppe noch einen Konzern-Jahresfehlbetrag von 11 Mio. Euro hinnehmen. Die durchschnittliche Belegungsquote ist mit 61,3 Prozent die höchste seit 1992. Im Vorjahr lag sie bei 60,2 Prozent. Der durchschnittliche Zimmerpreis der Steigenberger Häuser konnte mit 77,90 Euro (bereinigt um Portfolio-Veränderungen) im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden. Der Yield liegt mit 47,28 Euro ebenfalls auf Vorjahresniveau. „Vor dem Hintergrund des unverändert starken Preisdrucks in unserer Branche entwickeln sich der Zimmerdurchschnittspreis und der Yield langsam in die richtige Richtung“, gab sich Vorstandssprecher Schattmaier zuversichtlich. Zusammenfassend konnte Schattmaier behaupten, dass für Steigenberger „ein gutes Jahr zu Ende gegangen ist. Die Neuausrichtung hat sich bewährt.“ Die Bereinigung des Portfolios habe zur Entschuldung des Unternehmens und zur Risikominderung beigetragen. Auch in 2005 setze die Gesellschaft ihre Strategie fort. So trennte sich die Gruppe bereits in diesem Jahr von 49,9 Prozent ihrer Anteile an der Frankfurter Flughafengastronomie, indem sie diese an Autogrill verkaufte. Zudem veräußerte das Unternehmen die Immobilie des Hotels in Gstaad-Saanen in der Schweiz und schloss einen Pachtvertrag über 25 Jahre für das Haus ab. Erklärte Ziele für das laufende Jahr sind eine engagierte Umsatz- und Ergebnisplanung, eine Verbesserung der Zimmerauslastung in allen Geschäftsbereichen sowie Investitionen in die Produktqualität. In Abstimmung mit dem Hauptaktionär sieht die Steigenberger Hotels AG vor, in den Jahren 2005 bis einschließlich 2008 zusätzlich rund 100 Mio. Euro in bestehende und neue Betriebe zu investieren. Im Jahr 2005 werden sich die Zusatz-Investitionen in einer Größenordnung von 25 Mio. Euro bewegen. Die Mittel für die künftigen Investitionen kommen, so Schattmaier, aus der Liquidität der Gesellschaft selbst und werden durch zusätzliche Mittel ergänzt, die vom Mehrheitsaktionär aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Zu den geplanten Neueröffnungen gehören:
  • Steigenberger Hotel Therme Meran, Eröffnung voraussichtlich Dezember 2005
  • Steigenberger Hotel de Saxe in Dresden, Eröffnung voraussichtlich Frühjahr 2006
  • Steigenberger Strandhotel Zingst, Eröffnung voraussichtlich Sommer 2006
  • Steigenberger Aldau Resort Red Sea in Hurghada/Ägypten, Eröffnung voraussichtlich 2006
  • Steigenberger Strandhotel auf Norderney, Eröffnung voraussichtlich 2008
  • InterCityHotel, Hauptbahnhof Dresden, Eröffnung voraussichtlich Herbst 2006.
Weiterhin im Blick hat die Steigenberger Hotelgesellschaft Standorte am Mittelmeer. Konkrete Projekte sind hier bis jetzt aber nicht vorgesehen. „Voraussetzung ist aber eine adäquate Nachfrage sowie die vorhandene Anbindung an Charterflüge“, erklärte Schattmaier.


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