Automaten-Wettbewerb

Design-Studenten entwerfen neue Spiel-Ideen.

Um modernen Gastro-Betrieben zeitgemäße Automaten bieten zu können, geht das Forum für Automatenunternehmer in Europa e.V., Berlin, neue Wege: Unter dem Motto 'Freizeitspaß versus Daddelkiste' hat der bundesweit tätige Wirtschafts- und Berufsverband der Automatenwirtschaft einen Wettbewerb ausgeschrieben und Studenten des Fachbereichs Industrial-Design der Universität Duisburg-Essen mit der Entwicklung neuer Ideen für Unterhaltungsautomaten beauftragt.

„In der Gastronomie hat sich in den vergangenen Jahren unglaublich viel bewegt. Aber mit unseren überwiegend sehr konservativ gestalteten Spielgeräten haben wir in der Szenegastronomie keine Chance“, begründet Initiator Freddy Fischer, Geschäftsführer der Essener MünzSpielPartner (msp) GmbH, den Aufruf zum Wettbewerb. Bereits seit einigen Wochen arbeiten die Studierenden an der Entwicklung. Die Initiatoren haben den Studenten keine Vorgaben gemacht, unterstützen sie aber, indem sie ihnen vor Ort Einblick in Produktionsvoraussetzungen und –abläufe geben. Die zur Zeit angebotenen Spiele seien für die Mehrzahl der Menschen wenig attraktiv, so Professor Kurt Mehnert, Inhaber des Lehrstuhls für Industriedesign an der Universität Duisburg-Essen. Um Freizeitspaß moderner Prägung zu entwickeln, müssten die Studierenden im Rahmen des Wettbewerbs neue Spielideen konzipieren. „Reines Redesign für Automatengehäuse machen wir nicht“, so der Hochschullehrer.


Ende November sollen die drei besten Entwürfe von einer fachkompetenten Jury (als Mitglieder sind u.a. die Designerin Jette Joop und Leaders-Club-Präsident Jean Georges Ploner mit dabei) prämiert werden. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 3.000 €, der zweite Platz ist mit 1.000 €, der dritte Platz mit 500 € dotiert. Die besten Entwürfe werden Anfang 2004 auf der IMA in Nürnberg vorgestellt.

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