WWF

Deutsche essen immer mehr Fisch mit MSC-Siegel

Rund ein Drittel des in Deutschland erhältlichen Fisches aus Wildfängen stammt nach Angaben des WWF aus Fischereien, die sich am Programm des "Marine Stewardship Council" (MSC) beteiligen. Das sind Fischereien, die entweder bereits das MSC-Zertifikat tragen oder es beantragt haben. Das Zertifikat steht für eine umweltschonende Fischerei und wird von der Umweltorganisation WWF empfohlen. "Es gibt einen erfreulichen Trend hin zu Öko-Fisch. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite haben wir auf dem deutschen Markt noch immer viel zuviel Fisch, bei dessen Fang die Meeresumwelt zerstört und die Fischbestände geplündert werden", so WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco. Nach den Ende September veröffentlichten Zahlen des Fischinformationszentrums (FIZ) lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch- und Meeresfrüchten in Deutschland 2007 bei 16,4 Kilo. Damit hat sich der Konsum seit 2004 um fast 20 Prozent erhöht. Angesichts des steigenden Verzehrs fordert der WWF stärkere Anstrengungen von Politik, Fischverarbeitern und Handel für eine umweltschonende und faire Fischerei. Der WWF empfiehlt, beim Fischkauf auf das blaue MSC-Siegel mit dem stilisierten Fisch zu achten. Dieses findet man derzeit hauptsächlich bei Tiefkühlware. Über 250 Produkte, vor allem Alaska Seelachs, Alaska-Wildlachs und Hering, sind mit dem Öko-Label erhältlich - mit steigender Tendenz. Weltweit beteiligen sich acht Prozent der Fischereien am MSC-Programm. Demgegenüber sind in den EU-Gewässern 88 Prozent der Bestände überfischt. Weltweit gelten 77 Prozent der Fischbestände als bis an ihre Grenzen belastet oder überfischt. www.wwf.de Redaktion gv-praxis Fisch, Meeresfrüchte, MSC-Siegel, WWF, Fischinformationszentrum, Pro-Kopf-Verbrauch


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