TUI

Deutschland-Aktivitäten von Preussag Energie veräußert

Die TUI konzentriert sich auf das Tourismusgeschäft: Der deutsche Touristikkonzern TUI mit Sitz in Hannover hat den Großteil seiner Energiesparte abgestoßen: Das Deutschland-Geschäft der Tochter Preussag Energie GmbH, Lingen, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2003 für fast eine Mrd. Euro an den französischen Energiekonzern Gaz de France (GDF) veräußert. Dem Verkauf müssen noch der TUI-Aufsichtsrat und die Kartellbehörden zustimmen. Außerdem verhandelt TUI über den Verkauf der Auslandsaktivitäten in beispielsweise Tunesien, Südamerika und Neuseeland mit anderen Interessenten. GDF will mit dem Milliarden-Deal seine Stellung in Deutschland ausbauen. Der Verkauf der niedersächsischen Tochter, der bereits im Sommer vergangenen Jahres angekündigt wurde, entspricht der TUI-Konzernstrategie, sich weitestgehend auf das Touristikgeschäft zu konzentrieren und andere Sparten abzustoßen. Der Verkauf der Preussag Energie soll aber auch die Schuldenlast von insgesamt sechs Milliarden Euro mindern, die TUI drückt. Preussag Energie hatte im Geschäftsjahr 2001 mit rund 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 540 Mio. Euro erwirtschaftet. Gaz de France will sich als einer der führenden europäischen Energiekonzerne weiterentwickeln und hat dabei nach eigenen Angaben neben Italien und Spanien besonders den deutschen Markt im Auge. Das Unternehmen ist von der Förderung und Produktion über den Handel und Transport bis hin zur Versorgung auf allen Feldern des Gasgeschäfts aktiv. Mit rund 36.000 Beschäftigten machte GDF im vergangenen Jahr 14,4 Mrd. Euro Umsatz.




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