Wirtschaftsprognosen

Deutschlands Konjunkturmotor brummt

Lange hat man auf diese guten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft gewartet, jetzt überschlagen sich die aktuellen Prognosen förmlich vor Optimismus: Der Konsumindikator der GfK Gesellschaft für Konsumforschung liegt so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1980. Auch die Kaufneigung und die Einkommenserwartungen der Deutschen sind demnach stark gestiegen.

Auch die Bundesregierung ist optimistisch wie lange nicht mehr und hat ihre Wachstumsprognose von 1,7 % auf 2,3 % angehoben. Die fünf führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute sind sogar noch optimistischer: In der vergangenen Woche hatten sie ihre Prognose bereits von 1,4 % auf 2,4 % erhöht.

Der Aufschwung beruhe nicht nur auf den ausgezeichneten Exportgeschäften, sondern auch die Binnenwirtschaft trage zum Wachstum bei, so die Analysen. Es werde zurzeit von den Unternehmen viel investiert und von den privaten Haushalten konsumiert. Der private Konsum werde laut der Vorhersage 2007 um 0,8 % zulegen und 2008 um 1,7 %.

Der Wirtschaftsboom wirkt sich endlich auch auf den Arbeitsmarkt aus: 450.000 Jobs sollen in diesem Jahr neu entstehen, prognostizieren die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten. Die Bundesregierung erwartet sogar 470.000 neue Jobs. Jeden Tag finden rund 1.200 Menschen neue Arbeit. 2008 soll die Jobmaschine auf ähnlich hohen Touren weiterlaufen. Dann könnte die Zahl der Jobsuchenden immer näher an die 3-Mio.-Marke heranrücken. Den Rückgang der Arbeitslosigkeit bezeichnen die Forscher als einen der wichtigsten Gründe für den Konjunkturoptimismus und die gestiegen Kauflaune der Deutschen.

www.gfk.de
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