USA

Die teuersten Ausgeh-Plätze der Nation

Vor vier Jahren schockte der Franzose Alain Ducasse das nicht eben zimperliche New Yorker Ausgeh-Publikum mit exorbitanten Preisen in seinem Restaurant im Essex House. 145 $ für ein Dinner ohne Wein brachten der Neueröffnung den Ruf, der kostspieligste Fine Dining Spot in Town zu sein. Ein Stadtgespräch. Trotz allen Getöses - die abschreckende Wirkung hielt sich in Grenzen. Längst gilt das Ducasse - Tasting Menu ab 225 $ - als eine der angesagtesten Fine Dining Adressen der Stadt. Food- und Service-Qualität trugen den Sieg davon - und wohl auch ein gewisser Snob-Appeal.



Inzwischen allerdings musste die New Yorker Dependance des Sternekochs die Top-Position in Sachen Preise räumen. Als neuer Preis-Leader präsentiert sich das im Februar eröffnete Masa im New Yorker Time Warner Center. Chef Masa Takayama wechselte von Los Angeles, wo er jahrelang das exquisite Ginza Sushiko führte, an die Ostküste. Ein Tasting Menu in seinem 26-Plätze-Restaurant gibt’s von 300 $ pro Person aufwärts - Getränke nicht inbegriffen, versteht sich. Dass hochpreisige Angebote stets für medienwirksame Reaktionen gut sind, machen sich manche Betreiber gezielt zunutze. So lancierte das New Yorker DB Bistro Moderne schon vor drei Jahren einen in der nationalen Presse viel besprochenen Foie Gras-Burger für 29 $. Das Old Homestead Steakhouse konterte mit einem Kobe Beef Burger zu 41 $, doch Bistro Moderne setzte noch eins drauf und kreierte den Sirloin Steak Burger, gekrönt von Foie Gras und schwarzen Trüffeln - 50 $.

Nicht faul, machten sich auch Bars den aberwitzigen Hochpreis-Werbeeffekt zunutze. Ein 50 $-Martini gefällig? Kein Problem: In der World Bar im Trump Tower New York ist die ultimative Luxus-Variante des Cocktails zu haben - mit feinstem Remy XO, Veuve Clicquot und einem Schuss 23-karätigem Gold.

Getoppt wird diese Offerte durch den Martini on the Rock in der Blue Bar im Algonquin Hotel, Manhattan. Das Glas kommt auf 10.000 $ - inklusive ein Diamant nach Wahl. Dem Vernehmen nach fand sich für die Spezialität bislang noch kein Käufer.

Wer übrigens denkt, solch luxuriöse Preisgestaltung sei ausschließlich in Manhattan machbar, der irrt. Auch wenn NYC-Restaurants mit Abstand die meisten Preisrekorde aufstellen - andere US-Metropolen holen auf, wie die Herbfarm in Seattle (Durchschnittsbon 152 $ pro Person, inklusive 1 Glas Wein und Tip) oder die French Laundry in San Francisco (135 $).

Quelle: Forbes Magazine

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