Mode

Dirndl & Co. dank Oktoberfest im Aufwind

Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, spült rund 800 Mio. € in die Kassen der Münchner Wiesnwirte, Fahrgeschäftbetreiber, Hoteliers, Taxler und Einzelhändler und wird international etwa 3.000 Mal mit Bier, Haxn und deutscher Gemütlichkeit kopiert – nein, es verändert auch den Modengeschmack der Deutschen. Spätestens seit im Sommer 2006 das Bekenntnis zur schwarz-rot-goldenen Heimat wieder schick wurde, sind auch Dirndl & Co. bei Alt und Jung wieder gefragt.

Vor allem die Jugend entdeckt die Trachtenmode seit einiger Zeit wieder vermehrt für sich. Lederhosen und sexy Dirndl sind angesagter denn je – nicht zuletzt, weil die Rückbesinnung auf Werte, Traditionen und Wurzeln immer wichtiger wird. Analog zu den gastronomisch seit Jahren so erfolgreichen heimatlichen Lieblingsgerichten symbolisieren Trachten Zugehörigkeit, Geborgenheit und Vertrautheit. Das Bedürfnis nach Bodenhaftung, echten Begegnungen und Natur kann als Gegenbewegung zur schnellen virtuellen und unübersichtlichen Welt verstanden werden – eine Botschaft, die nicht nur den Designern, sondern auch der Gastronomie etwas zu sagen hat.

Und so tragen Jugendliche heute zur Wiesn vermehrt Dirndl & Co – aber nicht nur dort, sondern vermehrt auch zu allen möglichen anderen Anlässen. Beim Public Viewing in der bayrischen Hauptstadt zum Beispiel fallen sie damit schon gar nicht mehr, sondern schwimmen vielmehr mit der Masse: Dirndl – die neue Einheitskleidung!?

Das Image der Tracht hat sich jedenfalls grundlegend geändert – ebenso wie das der deutschen und regionalen Küche. Wichtig für junge Leute: die freche, unkonventionelle Interpretation – beim Dirndl beispielsweise mit Totenköpfen oder Leoparden-Print-Schürze. Bei den aus der Kindheit vertrauten Gerichten gilt das gleiche: Sie werden durch ungewöhnliche Formate, Kombinationen und Inszenierungen erst richtig spannend und trendy.

www.oktoberfest.de

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