Geldspielautomaten

Drogenbeauftragte will Verbot in Gastronomie.

Die Bundestagsfraktionen planen eine stärkere Suchtprävention in Sachen Geldspielautomaten. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), forderte nun zuletzt sogar, Glücksspielautomaten aus Gaststätten zu verbannen und drastische Auflagen für Spielhallen durchzusetzen.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich von dieser Idee distanziert. Es handele sich dabei um ein Arbeitspapier der Drogenbeauftragten, das nicht mit der Leitung des Bundesgesundheitsministeriums abgestimmt sei, erklärte sein Sprecher. Auch im Bundeswirtschaftsministerium wird 'nur' über eine Verschärfung der geltenden Regeln nachgedacht.
Der Dehoga lehnt die von der Drogenbeauftragten ins Spiel gebrachte Radikallösung ab, wie Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges unter anderem in der Bild am Sonntag erklärte:

„Das Motto ‚Verbot her, Problem weg’ funktioniert nicht. Ein Verbot von Geldspielautomaten in der Gastronomie löst sicher nicht das Problem der Spielsucht, die zum Beispiel im Internet eine ganz andere Dimension hat. Es kann nicht sein, dass insbesondere die kleinen Kneipen nach dem Rauchverbot wieder die Leidtragenden eines solchen Aktionismus sein sollen. Keine Frage, Jugendliche haben an Spielautomaten nichts zu suchen. Die Betriebe sind aufgefordert, die Einhaltung des Jugendschutzes strikt zu achten – und das tun sie auch.“

Hinzu kommt, dass die Zahl der in der Gastronomie aufgestellten Geldspielgeräte rückläufig ist. Der Dehoga schätzt, dass 50.000 bis 70.000 Spielautomaten in Gaststätten vorhanden sind. Auch wenn sich die wirtschaftlichen Auswirkungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen lassen, bleibe festzuhalten, dass die Einnahmen aus den Spielautomaten für viele Imbissbetriebe und Schankwirtschaften von existenzieller Bedeutung seien.

www.dehoga.de
 


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