Düsseldorf

Drupa bescherte Gastronomen gutes Geschäft

Zwei Wochen lang, vom 6. bis 19. Mai, befand sich Düsseldorf im Drupa-Fieber. Zur größten Messe für Druck und Papier reisten 394.000 Besucher (2000: 428.248) aus aller Welt in die 'Drupacity', hinzu kamen 1.862 Aussteller mit ihren Mitarbeitern und 3.350 Journalisten. Die nur alle vier Jahre stattfindende Messe bedeutet für Hoteliers, Händler und Gastronomen seit jeher ein vielversprechendes Geschäft. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten manche zwar ihre Erwartungen zurückgeschraubt, „aber die Hoffungen haben sich erfüllt. Die Drupa brachte ein gutes Geschäft“, bilanzierte Reiner Spenke, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes. „Es gab weniger Besucher, aber eine höhere Ausgabebereitschaft“, berichtete Ulrike Reiss, die sich die Bewirtschaftung der Düsseldorfer Messe-Hallen mit der Firma Stockheim teilt. Elf Restaurants und rund 30 Snack-Outlets im Innen- und Außenbereich bescherten der Messegastronomin insgesamt Tagesumsätze von durchschnittlich 132.000 Euro. „Völlig gegenläufig zu allen Trends“ sei das Konsumverhalten gewesen: „Die Gäste haben länger verweilt, unser Top-Restaurant ‚Fish & Beef’ machte ein Plus von 50 Prozent. Beilagen, Salate und Desserts verzeichneten massive Zuwächse. Im Self-Service bzw. Snack-Bereich gab es wahrnehmbare Rückgänge. Auch die Grundversorgung an den Ausstellerständen hat zugenommen“, beobachtete die Gastronomin, die während der Drupa-Laufzeit 500 Mitarbeiter im Einsatz hatte. „Rumpsteaks & Verwandte“ seien im Food-Bereich die Renner gewesen, im Beverage-Bereich entpuppte sich Löwenbräu vom Fass als absoluter Hit. Ähnliche Erfahrungen machte auch Stockheim, wo allein 9.000 kg Salat – „der absolute Spitzenreiter bei Speisen“ - , 30.000 Liter Bier vom Fass und 28.000 Flaschen Bier verzehrt wurden. Hochbetrieb herrschte auch in der Stadt. In einer konzertierten Aktion von Messe, Einzelhandel und Gastronomie hatten sich rund 50 Betriebe als 'drupartnerrestaurant' oder 'drupartnermall' positioniert und offerierten spezielle Angebote für Messegäste. Während die Rheinufer-Gastronomen aufgrund des kühlen Wetters vielerorts ins Leere blickten, klingelten vor allem in der Altstadt die Kassen. „Sensationell“, lautet die Bilanz von Rolf Klostermeier, dem Chef des 'Schiffchens'. „Während der Messetage waren praktisch alle Tische von Firmen gebucht.“ Besonders asiatische Gäste seinen in diesem Jahr stark vertreten gewesen. Deutsche Küche stand hoch im Kurs: Pro Tag wurden 450 Haxen und 300 Portionen Spargel verzehrt. Unterm Strich bescherten die beiden Messe-Wochen dem ‚Schiffchen’ 60 Prozent mehr Umsatz als in einem Mai ohne Drupa.

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