Schulobstprogramm

EU-Initiative droht in Deutschland zu scheitern

Zwischen Bund und Ländern herrscht Uneinigkeit darüber, wer hierzulande für die Umsetzung des europäischen Schulobstprogramms zuständig ist. Nun droht hierzulande die von der EU mit insgesamt 90 Millionen Euro geförderte kostenlose Verteilung von Obst und Gemüse zu scheitern. Zuletzt hat laut Medienberichten der Bundesrat die Finanzierung von insgesamt 18,6 Millionen Euro durch die Länder abgelehnt. Um diesen Betrag müssten die EU-Zuschüsse für Deutschland in Höhe von 20 Millionen Euro aufgestockt werden. Im Vorfeld hatte der Bundestag die Meinung vertreten „die Durchführung und Finanzierung des EU-Schulobstprogramms obliegt auf nationaler Ebene den Ländern“. Nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums sind 15 Prozent der unter 17-Jährigen zu dick Vor einem Jahr hatte die Europäische Kommission deshalb die Initiative zur Unterstützung einer gesunden Ernährung von Kindern ergriffen. Nun wird die Zeit eng, dass sich deutsche Schüler und Schülerinnen nach den Sommerferien über kostenloses Obst freuen können: Die nächste Sitzung des Bundesrates, bei dem über die Stellungnahme des Vermittlungsausschusses zum Schulobstprogramm erneut entschieden werden könnte, steht für den 18. September an. Redaktion gv-praxis Schulobstprogramm


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