Hyatt

Eigentümerfamilie Pritzker dementiert Börsengang

Unternehmerfamilie Pritzker wolle ihr Imperium zerschlagen. Wie die New York Times und das Wall Street Journal berichtete, solle unter anderem die Hotelgesellschaft Hyatt im Zuge der Neuordnung des Vermögens der Chicagoer Familiendynastie an die Börse gehen. Hyatt stellt mit 207 Hotels weltweit das Juwel unter den Vermögenswerten der Familie dar. Hyatt-Chef Thomas Pritzker dementierte die Verkaufsgerüchte. "Derzeit gibt es keine Pläne für einen Börsengang." Allerdings schließt Pritzker diese Option für die Zukunft nicht gänzlich aus. Die Familie war 1957 ins Hotelgeschäft eingestiegen. Bereits zehn Jahre später wurde Hyatt schon einmal an die Börse gebracht, kam dann aber 1979 wieder zurück in den Besitz der Familie. Zu den Spekulationen hatten Spannungen innerhalb der Familie geführt. Die Aufspaltung des Pritzker-Unternehmensimperiums, zu dem neben dem Hotelgeschäft unter anderem Beteiligungen an dem Kreuzfahrtanbieter Royal Caribean Cruises und Trans Union Credit Bureau sowie diverse Immobilienholdings gehören, sollte zu einer Neuverteilung der Besitztümer unter den Familienmitgliedern führen. Derzeit wird die Pritzker Organisation von drei Familienmitgliedern geführt. An der Spitze steht Thomas Pritzker, Chairman und CEO von Hyatt International und Hyatt Corporation, Nicholas Pritzker, der in seiner Funktion als Chairman und CEO der Hyatt Development Corporation neue Hotelprojekte entwickelt sowie Penny Pritzker, die die Bereiche Classic Residence by Hyatt und Hyatt Realty Group verantwortet. Das Unternehmensvermögen wird in Fachkreisen auf etwa 15 Mrd. US-$ geschätzt.


stats