Ganztagsschulen

Eine Chance zur Ernährungserziehung

Der Trend zu Ganztagsschulen ist bundesweit unübersehbar. Bereits über 3.000 Schulen haben sich dieser Form der Schülerbetreuung verschrieben. Tendenz steigend. Zum Programm einer Ganztagsschule gehört neben den schulspezifischen Freizeit- und Lernangeboten auch die Bereitstellung eines ausgewogenen Mittagessens. Die Verpflegung in der Schule soll schließlich nicht nur satt machen, sondern den ernährungsphysiologischen und sensorischen Anforderungen von Kindern und Jugendlichen entsprechen.



Ein ausgewogener Mittagstisch in der Ganztagsschule oder zu Hause unterstützt die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler. In einer Zeit, in der das gemeinsame Essen in der Familie nicht mehr selbstverständlich ist, bietet die Schulverpflegung die Chance, ein gesundes Essverhalten zu lernen beziehungsweise zu stärken. Das gemeinsame, gesunde Mittagessen ist somit auch eine effektive Möglichkeit Übergewicht und Ernährungsproblemen vorzubeugen. Und so sollte das Mittagessen aussehen: Es muss etwa 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs und rund ein Drittel der lebensnotwendigen Nährstoffe enthalten. Es besteht hauptsächlich aus pflanzlichen und aus wenig tierischen Lebensmitteln und enthält kaum Fett. Die Hauptkomponente der Mahlzeit sollte aus Kartoffeln, Vollkornreis oder -nudeln, Hirse, Grünkern oder einem anderen Getreide bestehen. Dazu kommt eine große Portion Gemüse und/oder Salat. Auch Hülsenfrüchte gehören hin und wieder auf den Speiseplan. Fleisch ist mengenmäßig als Beilage zu bewerten. Es reicht völlig, wenn Fleisch zweimal in der Woche auf den Tisch kommt (bei einer 5-Tage-Woche). Seefisch, zum Beispiel Dorsch oder Rotbarsch sollte als wichtiger Jodlieferant ebenfalls nicht fehlen.

Quelle: aid
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