Kaffeebar-Markt Spanien

Einheimische Marken rüsten gegen Starbucks

Die beiden größten spanischen Kaffeebar-Ketten Jamaica Coffee Shop (122 Betriebe in Spanien, Portugal und Andorra, 101 davon in Franchise-Regie) und Café y Té (72 Betriebe in Spanien, alle Eigenregie) verhandeln wegen einer möglichen Fusion ihrer Unternehmen. Das Ziel ist klar definiert: Man will Weltmarktführer Starbucks, der in Spanien aktuell mit 21 Outlets vertreten ist, die Stirn bieten. „Wir wollen mit einer großen spanischen Gruppe den Schritt ins Ausland wagen“, so Gustavo Ron, Geschäftsführer und 60 %-iger Eigentümer von Café y Té.

Das größte Hindernis stelle derzeit die große Anzahl an Franchisebetrieben von Jamaica dar. Sollte die Fusion scheitern, werde man laut Ron die Möglichkeit des Kaufs kleinerer Ketten prüfen. Die neue Gruppe würde über ein Netz von insgesamt 220 Betrieben verfügen und im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von über 65 Mio. Euro anstreben.

Jamaica Coffee Shop ist Marktführer in Spanien. Die Umsatzprognose für 2003 lautete 41 Mio. Euro (+11 % gegenüber Vorjahr). Die Kette, die im Eigentum der katalanischen Unternehmer José Magas, Antonio Veloso und Ricardo Rodríguez steht, betreibt eine eigene Rösterei in Nordspanien. Café y Té setzte im vergangenen Jahr 24,1 Mio. Euro um (+59 % gegenüber Vorjahr) und plant, in diesem Jahr 30 neue Betriebe zu eröffnen. Der Verkauf von 28 % des Firmenkapitals für 6,6 Mio. Euro an die Risikokapitalanleger Catalana d’Iniciatives vor zwei Jahren bescherte der Kette starke Geschäftsimpulse.

Starbucks ist in Spanien seit 2002 aktiv und partnert dort mit der Gruppe Vips (271 Mio. Euro Umsatz in 2002). Bis 2006 will der Kaffeebar-Riese 100 Outlets auf spanischen Boden pflanzen.

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