holyfields Frankfurt

Ende Juli geschlossen

Mitte Juni musste Unternehmer Gerhard Schöps für die holyfields Restaurant GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz anmelden.
Zu groß das Liquiditäts-Loch.

Hier die Meldung vom 16.06.2011 in cafe-future.net



Der Insolvenzverwalter, die Kanzlei Görg, hat jüngst folgendes beschlossen:
  • Schließung des Pilot-Restaurants in Frankfurt am Main sowie
  • Weiterführung und mit Glück Auffanglösung für den Berliner Betrieb. Gute Entwicklung im Juni/Juli.

Ende für das holyfields-Lokal in Hessen war Monatsende Juli.

Der Betrieb (rund 500 qm Gastraum/über 200 Sitzplätze innen und außen) im Herzen der Mainmetropole, Kaiserstraße 19 – 21, war am 1. November 2010 an den Start gegangen. Inklusive Entwicklungskosten 1,5 Mio. € Investitionen. In der Planung lag der Break even-Punkt bei 1,75 Mio. € Erlöse pro Jahr. Doch in den allerbesten Tagen holte der Standort weniger als 4.000 € - und die Miete inklusive Nebenkosten betrug monatlich über 30.000 €.

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Viel beachtet waren auf Anhieb zwei Dinge: Das innovative Bestell- und Kommunikationssystem mit 15 Touchscreen-Terminals sowie elektronischen Handhelds für jeden Gast. Dieser Innovationsmittelpunkt gehörte im Winter 2010/11 zu den meistbeäugten und diskutierten Entwicklungen der Profi-Gastronomie in Deutschland und Mitteleuropa. Und dann das Design-Ambiente made by Ippolito Fleitz Group, Stuttgart.

Was den Gästen häufig weniger gefallen hat ist das Sortiment. Zuspruch über Erwarten für den holyfields-Burger, aber insgesamt zu wenig Nachfrage. Das Programm hat auf den ersten Blick nicht voll überzeugt – Berlin zeigt, dass da mit den Monaten eine deutlich positivere Entwicklung möglich ist, aber man braucht eben Geduld und finanzielles Durchhaltevermögen.

Das Fast Casual-Format ging dann im Frühjahr 2011 in Berlin mit einem 1.000 qm-Standort in die Expansion. Noch deutlich höhere Mietkosten. Problem: Großbaustelle direkt vor der Tür.

Was mit sehr viel fachlicher Euphorie losgelaufen ist, wurde durch die Marktrealitäten schnell ausgebremst.

Schöps gelang es nicht, bei einer Gesellschafterversammlung im Frühsommer 2011 eine Kapitalerhöhung durchzusetzen, unter anderem war die Josef H. Bequoi Stiftung nicht mehr bereit, mitzugehen.

Der Ex-McDonald’s-Vorstand Gerhard Schöps ist weiterhin von seiner Fast Casual-Formel überzeugt: „Berlin nimmt das Konzept insgesamt freundlicher und weltoffener auf.“ Unter modifizierten Bedingungen und neuem Kapital sieht er sehr wohl eine Zukunfts-Chance.

www.holyfields.de



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