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Ernährungs-Expertin Hanni Rützler verkostet Retorten-Burger

Nach jahrelangem Tüfteln war es am Montag schließlich so weit: Mark Post und seine Mitarbeiter von der Universität Maastricht präsentierten den ersten Burger aus der Petrischale. Gezüchtet aus Muskelzellen eines Rindes. Unter den Test-Essern war auch die Ernährungs-Expertin Hanni Rützler. Im Interview mit der FAZ berichtet sie von ihrem Geschmackserlebnis.

Der erste Retorten-Burger ist ein Luxusartikel. Etwa 300.000 € soll er gekostet haben. Doch was zählt ist die Vision: Biomediziner Mark Post aus den Niederlanden sieht das Retortenfleisch in spätestens zwei Jahrzehnten in den Supermärkten. Dann soll das Laborfleisch die wachsende Menschheit ernähren. Um 175 Mio. Hamburger zu erzeugen, würden künftig die Stammzellen eines einzigen Rindes ausreichen, verspricht der Biomediziner Mark Post.

In das am Montag präsentierte Ergebnis ist jahrelange Forschungsarbeit geflossen. Aus einzelnen Muskelzellen eines Rindes haben die Wissenschaftler feine Streifen Muskelgewebe herangezüchtet. Bei guter Pflege teilten sich die Stammzellen aus dem Rindermuskel immer wieder. So entstanden hauchdünne Schichten, nur ein paar Zentimeter lang und wenige tausendstel Millimeter dick. Um einen gewöhnlichen, 140 g schweren Hamburger zu erzeugen, sind 20.000 dieser hauchdünnen Streifen nötig. Rote-Beete-Saft und Safran sorgen für eine natürliche Färbung.

Über ihre Erfahrung als Verkosterin des Frankenstein-Burgers sprach Ernährungs-Expertin Hanni Rützler im Interview mit der FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/verkostung-von-retortenfleisch-der-burger-kam-rind-sehr-nahe-12399538.html

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