Neuss

Erste Fairtrade-Stadt in NRW

Neuss hat es geschafft: Als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen hat sie alle Kriterien der internationalen Kampagne Fairtrade-Towns erfüllt. Dieter Overath, Geschäftsführer des Vereins TransFair, überreichte Bürgermeister Herbert Napp die Urkunde. „Neuss setzt im öffentlichen Beschaffungswesen und im zivilgesellschaftlichen Engagement für den Fairen Handel neue Maßstäbe für ethischen Konsum“, begründete Overath die Auszeichnung. In Neuss hat das Engagement für den Fairen Handel eine lange Tradition. Bereits seit 1991 verwendet die Stadt Neuss für ihren Eigenbedarf nur fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee. Als erste Stadt im Bundesgebiet hat die Stadt Neuss 2006 die Berücksichtigung der acht ILO-Kernarbeitsnormen in ihrem Vergabewesen verankert, darunter den Ausschluss ausbeuterischer Kinderarbeit. „Im fairen öffentlichen Beschaffungswesen hat Neuss damit bundesweit Vorbildcharakter“, hob Overath hervor. Die Kampagne Fairtrade-Towns wird von der unabhängigen Siegel-Initiative TransFair getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der Präsident des Deutschen Städtetages Christian Ude und weitere prominente Paten unterstützen die Aktion. Als erste Stadt in Deutschland hat die Landeshauptstadt Saarbücken alle Kriterien der weltweiten Kampagne Fairtrade-Towns erfüllt und reihte sich damit in die über 600 Fairtrade-Towns in 18 Ländern ein. Seit Januar 2009 können sich deutsche Städte, Kreise und Gemeinden um den Titel bewerben. Eine nächste Bewerbung aus Nordrhein-Westfalen liegt bereits vor: Am 17. Juni bewarb sich die Stadt Dortmund um den Titel. In NRW wird in Bad Honnef, Bonn, Castrop-Rauxel, Dinslaken, Dortmund, Köln, Nordwalde, Sendenhorst, Siegen und Wesel an den Kriterien gearbeitet. www.fairtrade-towns.de Redaktion gv-praxis Fairtrade, Fairer Handel, Fairtrade-Towns, Neuss, Dieter Overath, Herbert Napp, TransFair


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