Cosmogrill

Erster Schritt zum CO2-neutralen Restaurantbetrieb

Ab 1. Mai werden die Burger bei Cosmogrill nur noch mit Energie aus Sonne, Wind und Wasser gegrillt, der hausgemachte Eistee und die Cola nur noch mit erneuerbaren Energien gekühlt. Erklärtes Ziel der Betreiber: Neben dem Cosmogrill-Rohstoff-Code, dass alle tierischen Produkte mindestens das EU-Bio-Siegel tragen müssen, soll nun auch stufenweise ein CO2-neutraler Betrieb eingeführt werden.

Bereits heute Kernbestandteil der Unternehmensphilospohie: nachhaltiges Wirtschaften durch regionalen Einkauf. „Im Jahr 2009 zahlten wir 75 % unseres Lebensmittel-Budgets an Hersteller, Züchter und Erzeuger, die in einem Radius innerhalb von 60km unseres Lokals liegen“, erklärt Kiening.

Ein weiterer Schritt ist nun der Wechsel weg vom sog. ’Strommix Deutschland’(15 % erneuerbare Energien, 24,3 % Kernernergie, 60,7 % fossile Energieträger) zu 100 % Ökostrom, der ab 1. Mai von Greenpeace-Energy geliefert wird.

„Mit dem Wechsel werden wir mit unseren 30 Sitzplätzen pro Jahr über 50 t CO2 und 60 g radioaktiven Abfall einsparen können. Damit retten wir zwar nicht die Welt, aber unsere Produkte schmecken nach heutigen Kriterien sicherlich besser, als ein ’strahlender Kohleburger’, der zu 85 % mit Kohle- & Atomstrom gegrillt und hergestellt wird.“

Finanziert wird der Kostenanstieg über eine Preiserhöhung zwischen 1,5 und 3,0 %, die ab Anfang Mai auf alle energiebedürftigen Produkte (gekühlte & gegrillte) erhoben wird. Diese Preiserhöhung wird jedoch nicht nur für den höheren kWh-Preis eingesetzt, sondern auch zur stufenweisen Umrüstung des Betriebes zur CO2-Neutralität.

Kiening: „Natürlich sind viele Maßnahmen auf dem langen Weg zur CO2-Neutralität mit Mehrkosten verbunden. Aber unsere Gäste haben nach Umfragen eindeutig signalisiert, Preiserhöhungen für einen klimaschonenden Betrieb mit zu tragen. Das hat uns bei diesem Projekt natürlich noch mehr bestärkt! Es gibt nichts, was bei unseren zukünftigen Entscheidungen nicht auf dem Prüfstand steht – vielleicht auch zum Leidwesen des einen oder anderen Lieferantenpartners.

Übrigens: Gäste können im Cosmogrill nicht nur umweltfreundliche Burger bestellen, sondern auch gleich selbst den Wechsel zu sauberem Strom beantragen. Jeden Wechsel, der über die Cosmogrill-Vertriebsnummer bei Greenpeace Energy getätigt wird, belohnt die Burger-Manufaktur mit einer aufgeladenen Prepaid-Karte über 25 EUR. „Wir sind von dem Energie-Konzept von Greenpeace Energy überzeugt und geben unsere Provision zu 100 % an den Wechselwilligen weiter“, so Kiening. Die Wechselformulare sind im Lokal erhältlich.

Am nächsten Cosmogrill wird nach der Prototypen-Phase in der Münchner Maximilianstraße schon auf Hochtouren gearbeitet. „Wenn alles klappt wie geplant, dann eröffnen wir 2012 ein großes Cosmogrill-Format in Frankfurt/Main“, prophezeit der Geschäftsführer. Für dieses Flagship-Projekt freut sich der Cosmogrill-Gründer noch auf Bewerbungen von potentiellen und operativen gastronomischen Partnern aus dem Frankfurter Raum, die sich selbständig machen möchten.

christoph.kiening@cosmogrill.de


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