Seniorenmanagement

Erster Weiterbildungsjahrgang präsentiert Arbeitsergebnisse

Bessere Gesundheitswerte, mehr Freude am Essen und so mehr Spaß am Leben – das sind zusammengefasst die Ergebnisse der Abschlussprojekte des ersten Jahrgangs der 13 Absolventen des Lehrgangs Weiterbildung für Seniorenmanagement am Kompetenz Centrum für Seniorenmanagement kcsm. Die ganzheitliche Betreuung von Senioren steht im Mittelpunkt des 2005 gegründeten Kompetenz Centrums für Seniorenmanagement kcsm . Das Bildungsangebot richtet sich an Angestellte und Mitarbeiter in der stationären Altenhilfe und bietet außerdem den Zertifikatslehrgang für Seniorendienstleistungen und Verpflegungsmanagement (IHK) an. Um die Gesundheit der Senioren zu fördern und zu erhalten, geht es eben nicht nur darum, sie mit Nahrung und Flüssigkeit zu versorgen, sondern ihnen – wie es für Jüngere selbstverständlich ist – zu ermöglichen, Essen und Trinken mit allen Sinnen zu genießen. Wie die Lebensqualität von Senioren in der stationären Betreuung erheblich gesteigert werden kann, lässt sich beispielhaft an folgenden Projekten des ersten Jahrgangs demonstrieren:
  • Steffen Babucke hat mit Bewohnern des Pflegewohnheims Weinbergsweg (St. Elisabeth-Stiftung, Berlin) einen Kochclub gegründet. Gemeinsam mit dem Küchenmitarbeitern kochen die Club-Mitglieder für die anderen Bewohner auf den Wohnetagen: Hier werden neben Rezepten von Lieblingsspeisen auch gleichzeitig Erinnerungen ausgetauscht, regionale Spezialitäten ausprobiert und so das Zuhause-Gefühl gesteigert.
  • Ähnlich biografisch orientiert ist das Kochbuch-Projekt von Jürgen Drägerdt (ZSC Züssow). Liebgewonnene Speisen und Rezepte aus alten Zeiten versammeln sich hier. Beim Zusammenstellen wurden alle Rezepte ausprobiert, nett angerichtet, fotografiert – und natürlich mit viel Gaumenspaß getestet.
  • Das Projekt für konsistenzdefinierte Kost stammt von Stefan Müller (Seniorenwohnsitz Westholz). Hier werden fein geschnittene, pürierte und passierte Kost wieder in „Form“ gebracht und ansprechend dargereicht. Ein kompletter Speisenplan setzt die erarbeiteten Standards um. Der Effekt: Die Bewohner freuen sich wieder auf die Mahlzeiten und steigern so ihr Wohlbefinden. Und auf zusätzliche Aufbaunahrung kann teilweise oder ganz verzichtet werden.
  • Klaus Werner (Pommerscher Diakonie-Verein Züssow e.V.) hat für sein Projekt eine Ernährungsanalyse bei allen Bewohnern durchgeführt – in enger Kooperation mit Pflege und sozialer Betreuung: Ein erfolgreicher Weg gegen Mangelernährung. Denn so konnte der Body-Maß-Index individuell bei "risiko-ernährten" Bewohnern gesteigert werden.
Gegründet wurde die Akademie kcsm, um das von der SV Care Catering entwickelte innovative Ernährungskonzept Videlity, den derzeit modernsten Ansatz im Bereich der stationären Altenhilfe, auf breiter Basis zu vermitteln. Denn in Senioreneinrichtungen, die von der SV Care Catering gemanagt werden, fragen die Mitarbeiter die Bewohner schon beim Einzug detailliert nach ihren persönlichen Essensvorlieben, nach Ritualen und lieb gewonnenen Traditionen. Dazu erklärt Michael Schmickal, Geschäftsführer SV Care: „Unsere Aufgabe ist es, dem Essen neben der physischen Funktion mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und die Mahlzeitengestaltung als Highlight des Tages und als gesellschaftliches Ereignis darzustellen.“



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