Foodorama

Erstes klimaneutrales Bio-Restaurant in Berlin

Im Kreuzberger Bio-Café-Restaurant Foodorama wird durch ineinander greifende Maßnahmen der CO2-Ausstoß auf ein Minimum gesenkt. Dass Ökostrom aus den Steckdosen fließt und in der Küche mit einem umweltfreundlichen Bio-/Erdgas-Gemisch gekocht wird, versteht sich dabei fast von selbst. Ebenso wie die höchste Stufe der Wärmeisolierung, einer Speisekarte, deren Schwerpunkt auf saisonalen und regionalen Produkten liegt, Mitarbeitern, die vornehmlich aus der Umgebung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrädern zur Arbeit fahren. Darüber hinaus gehen die Macher mit dem freiwilligen Kauf von Emissionsminderungszertifikaten noch einen weiteren konsequenten Schritt. Heißt: Für die Emissionen, die das Restaurant jährlich produziert, zahlt der Betreiber einen bestimmten Betrag, der Projekten zur CO2-Bekämpfung zu Gute kommt. So werden im Foodorama jährlich bis zu 160 t CO2 neutralisiert. Damit ist Foodorama nach eigenen Angaben das erste klimaneutral zertifizierte Restaurant Deutschlands. Die Idee hatte Geschäftsführer Ozan Sinan schon lange in der Schublade. Als sich nun in der belebten Bergmannstraße eine geeignete Location bot, griff er zu und realisierte seine Vision vom umwelt- und klimagerechten Restaurant. Im Hauptberuf ist der Neu-Gastronom übrigens Inhaber der Marketing-Agentur Lab One Brand Experience. Ihm zur Seite steht mit Restaurantleiter Ahmet Tasdemir ein ehemaliger Creative Director und gleichzeitig erfahrener Gastro-Profi. Im Foodorama verteilen sich 100 Sitzplätze auf mehrere Ebenen, die unterschiedliche Perspektiven auf den ungewöhnlich geschnittenen Gastraum bieten. Das Konzept ist auf Multiplikation angelegt, zunächst will man jedoch Erfahrungen sammeln, wie die Idee bei den Kreuzbergern ankommt. „Das Thema Bio ist ja inzwischen auch in der Gastronomie gelernt“, erklärt Sprecher Stefan Steiger. „Die ausgeglichene Klimabilanz ist noch unser USP, den wir mit dem Zertifikat von ClimatePartner bewerben. Wir hoffen aber im Sinne des Klimaschutzes, dass wir bald viele Nachahmer finden.“ In Sachen Food und Beverage ist und bleibt auch für die gastronomischen Quereinsteiger der Geschmack das Wichtigste – ein weiterer Grund, warum man sich beim Foodorama für 100 % ’Bio’ entschieden hat (einzige Ausnahme: Vita Cola – aber auch hier legt man Wert auf den regionalen Charakter des Produkts aus Schmalkalden). Küchenchef Steffen Wasmund und sein Team kreieren im Foodorama eine Mischung aus kontinental-europäischer Küche mit asiatischen Einflüssen. Das Angebot führt den Gast kulinarisch um den Globus. Klassische Speisen werden neu interpretiert und überraschend inszeniert. So wird aus dem bekannten Wiener Schnitzel und japanischen Yakitori-Spießen ’Schni-Schna-Schnitzel’ – eine Kreation, bei der das Foodorama einen Bogen zwischen Tokio und Tirol spannt. Kleine Kalbschnitzel werden am Spieß ausgebacken, dazu gibt es Pommes, Ketchup und Kräutermayonnaise. Alle Gerichte auf der Karte werden frisch zubereitet. Schon ab 5,50 Euro kann man ein süßes Frühstück oder Kaffee und Kuchen genießen. Und beim Mittag kann man für 6,50 Euro „eine der besten Currywürste Berlins“ (Eigenwerbung) mit Pommes und Dips probieren. Die Wok-Kreation ’Lost in Bangkok’ für 9 Euro ist geschmacklich und visuell eine Reise in die Hauptstadt Thailands. Dass es sich bei dem Label ’klimaneutral’ nicht nur um einen Marketingtrick handelt, sondern ihr das Thema wirklich am Herzen liegt, beweist die Agentur Lab One übrigens in ihren eigenen Räumen: Diese werden derzeit umweltgerecht ’entrümpelt’ und ebenfalls auf einen klimaneutralen Betrieb umgestellt. www.foodorama.deRedaktion food-service Foodorama, Lab One, Klimaschutz, ClimatePartner, Berlin, Emissionszertifikate, Restaurant, Kreuzberg


stats