Mövenpick-Gruppe

Ertragsschwaches 2002 in schlechtem Markt

Mit einem deutlichen Ertrags- und Umsatzrückgang schließt der Schweizer Gastronomie- und Hotelkonzern Mövenpick das Geschäftsjahr 2002 ab. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit minus 30,2 Mio. sfr mehr als 480 % unter Vorjahr (7,9 Mio. sfr). Auch der Konzernumsatz (824 Mio. sfr) der Mövenpick-Gruppe blieb 2002 um 9,1 % (82,4 Mio. sfr) unter dem Vorjahreswert. Dabei waren alle Bereiche von Umsatzeinbrüchen betroffen. Besonders ausgeprägt sei das Umsatzminus im Gastronomiebereich gewesen, teilte man mit. Wie bereits 2001, so auch 2002: Die Erlöse sanken. Inklusive Management- und Franchisebetriebe fielen sie im Vorjahr um 7,3 % auf rd. 1.2 Mrd. sfr. Die Umsätze aus Lizenzen sanken ebenfalls von 315,6 auf 284,3 Mio. sfr.
Bereits 2001 war wenig zufriedenstellend verlaufen. Nun sollen gezielte strategische und strukturelle Maßnahmen helfen, für 2003 Optimierungsimpulse zu geben, so die Strategie der Konzernleitung angesichts der im März bekannt gegebenen Zahlen. Ganz vorne stünde dabei die verstärkte Konzentration auf die traditionellen Geschäftsfelder Gastronomie und Hotellerie. Umsatzeinbußen und EBIT-Rückgang seien vor allem auf die weltweite Konjunkturmisere und die damit verbundene schlechte Konsumstimmung zurückzuführen, so die Verantwortlichen. Und am deutlichsten trat die Konjunkturschwäche in Deutschland zutage, wo Mövenpick fast 40 % seines Umsatzes erzielt. Aufgrund des negativen Konzernergebnisses reduzierte sich auch der Cash-flow auf 16,2 Mio. sfr (Vorjahr 34,9 Mio. sfr). Summa summarum spricht die Konzernleitung jedoch von einer ausgesprochen soliden Bilanz mit einem Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme von 42,5 % und einer Nettoliquidität von 61,3 Mio. sfr am Ende des Geschäftsjahres. Und obwohl einzelne Projekte aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage zurück gestellt wurden, habe man die Investitionen leicht um 7,6 % auf 49,8 Mio. sfr erhöht. Aufgrund des unbefriedigenden Ergebnisses wird es wiederholt keine Dividenden-Ausschüttung geben. Statt dessen analog zum Vorjahr: eine deutlich tiefere Kapitalausschüttung. Mit Blickrichtung Zukunft soll nach allerhand Turbulenzen an der Spitze (Verkauf der Ice-Cream-Markenrechte, Führungswechsel) neben der Fokussierung auf die Bereiche Gastronomie und Hotellerie die bereits eingeleitete Straffung der Geschäftsfelder die Basis schaffen, um die Ertragskraft wieder zu verbessern, so die Botschaft. Dabei will man den einzelnen Feldern eine noch größere unternehmerische Selbständigkeit geben. www.moevenpick.com




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