Hotel Schindlerhof, Nürnberg

"Es war kein einfaches Jahr 2007."

„2007 war trotz des allgemeinen Konjunkturaufschwungs kein einfaches Jahr für uns und die Hotellerie insgesamt“, fasst Klaus Kobjoll, gemeinsam mit Ehefrau Renate und Tochter Nicole, Inhaber des Hotels Schindlerhof, in seinem Jahresbericht die Tendenz des vergangenen Jahres zusammen. Ein Jahresbericht, bei dem es stets viel zum Lernen gibt. „Wir hatten keinen nennenswerten Sommer, was unser A la Carte-Geschäft in unserem großen Restaurant-Garten negativ beeinflusste, und leider auch keine Fußballweltmeisterschaft wie im Jahr zuvor, was sich natürlich auf den Hotelumsatz auswirkte. Außerdem war bekanntermaßen eine Mehrwertsteuererhöhung von 3 % zu verkraften, was das Privatkundengeschäft nicht eben beflügelte.“ Dennoch konnte der Schindlerhof mit seinen 95 Zimmern und acht Tagungsräumen sowie drei Restaurants die Umsätze des Vorjahres nach einem Plus von 6 % nahezu halten und schloss mit einem Bruttoumsatz von 6.33 Mio. € (Vorjahr 6.4) ab. Die Auslastung der Hotelkapazität lag 2007 im Schindlerhof im Schnitt bei 66 %, die der Gastronomie bei 80 %, und der Tagungsbereich war mit durchschnittlich 73 % belegt. Der Pro-Kopf-Umsatz der Mitarbeiter (70, davon 20 Azubis hälftig gerechnet) wird für das vergangene Jahr mit brutto 103.000 € angegeben und liegt damit erneut weit über dem Branchendurchschnitt. Um noch ein wenig beim Thema Zahlen zu bleiben. 32 % vom Gesamtumsatz betrugen 2007 die Teamkosten, der Wareneinsatz für alle Bereiche des Unternehmens belief sich auf 16,6 %. Die „Qualitätskosten“, die dazu beitragen, vorübergehend unzufriedene Gäste großzügig wieder zu versöhnen, gibt Klaus Kobjoll mit 2.732,60 € für insgesamt 63 Reklamationen an. „Das ist deutlich weniger als im Jahr 2006 und damit erneut ein historischer Tiefstand, auf den wir sehr stolz sind.“ „Und da wir unsere erfolgreiche Vergangenheit nicht als Ruhekissen, sondern vielmehr als Sprungbrett nutzen, haben wir für unser Hoteldorf ein weiteres 1.400 qm großes Grundstück mit diversen Gebäuden erworben, das unsere Adresse in Nürnberg-Boxdorf nun von Steinacher Straße 6-8 auf 6-10 erweitert“, so Klaus Kobjoll weiter in seinem Bericht. In zwei Schritten soll hier eine Erweiterung des gegenwärtigen Geländes erfolgen – mit der ersten wurde bereits begonnen - und nach einer Konsolidierungsphase weiterhin für Zuwachsraten sorgen. „Das bedeutet, es bleibt spannend im Schindlerhof, und wir freuen uns auf neue Herausforderungen in den kommenden Jahren, die vor allem auch unsere Tochter Nicole betreffen, die als unsere Nachfolgerin inzwischen mit 51 % an unserem Familien-Unternehmen beteiligt ist.“ Denn sie übernimmt den Schindlerhof im sanften Generationenwechsel – ein Prozess, der nach mehreren Phasen 2009 abgeschlossen sein wird und ihr bereits in 2006 den 'Bayerischen Gründerpreis' in der Kategorie 'Unternehmensnachfolge' eingebracht hat. „Apropos Auszeichnungen“ – so Klaus Kobjoll stolz: „2007 wurde sie zur 'Hotelmanagerin des Jahres' vom Trebing-Lecost Hotel Guide ernannt und nahm aus den Händen von FDP-Chef Dr. Guido Westerwelle die Auszeichnung entgegen.“ Man darf also davon ausgehen, dass die Erfolgsgeschichte des Nürnberger Hotels auch in den kommenden Jahren fortgeschrieben wird. www.schindlerhof.de


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