Deutschland im Handballrausch

Euphorie in der Kölnarena

„Das waren außergewöhnliche Spiele. Die Stimmung war gigantisch und die Euphorie groß“, bilanziert Karl H. Wienbreyer, Geschäftsführer der Kölnarena, nach dem spannenden Finale. An vier Spieltagen war die Kölner Multifunktionshalle in der letzten Woche Austragungsort für insgesamt 9 WM-Spiele, darunter auch für das Endspiel, das ebenso wie die anderen Kölner Spiele mit 19.000 Zuschauern ausverkauft war. Grund zum Jubeln hatten die Kölnarena-Gastronomen auch wirtschaftlicher Hinsicht, schließlich ließen fast 80.000 Besucher an vier Tagen die F&B-Kassen ordentlich klingeln. “Das WM-Geschäft hat unsere Erwartungen bei weitem überstiegen“, freut sich Wienbreyer. Der Verkauf an den Kiosken boomte - trotz ambitionierter 'Premium-Preise' (0,5 l Bier kosteten satte 4,30 €). Gute Umsätze gab es auch im Event-Geschäft: „Wir haben allein 10.000 VIP-Tickets verkauft.“ Die teuerste der drei Karten-Kategorien beinhaltete von der Eintrittskarte bis zum Catering ein All-inclusive-Paket für die Gäste. An den vier Spieltagen seien mehr als 600 Mitarbeiter im Einsatz gewesen, auch das benachbarte Restaurant Henkelmännchen sei als Event-Stätte einbezogen worden. Ab 12 Uhr - zwei Stunden vor Spielbeginn – hatte die Kölnarena ihre Pforten geöffnet. „Nach den Spielen haben die Gäste bis gegen 22 Uhr Party gemacht.“

Ursprünglich gerechnet habe man mit einem solchen Erfolg nicht: „Als wir vor einem Jahr Sponsoren für die Handball-WM suchten, haben wir uns schwer damit getan, welche zu finden“, erklärt Wienbreyer. Jetzt haben Sponsoren wie Gerolsteiner und Tchibo gut lachen, denn: Die dritte WM im Gastgeberland Deutschland (nach Fußball und Hockey 2006) erreichte eine unglaubliche Publicity. Die Ausrichter verkauften insgesamt 300.000 Tickets, die Fernsehübertragungen erreichten Rekord-Quoten. Karten für das Finale in der Kölnarena wurden am Freitag bei Ebay für 2000 € (!) gehandelt. Ein ungeahnter Erfolg, bestätigt auch Wienbreyer: „Wir sind von der Euphorie regelrecht überrollt worden.“
www.koelnarena.de


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