Astron Hotels & Resorts AG

Expansion auf solider Basis

Die 53 Hotels (8.073 Zimmer) der Münchner Astron Hotels & Resorts AG erzielten im Geschäftsjahr 2000 mit 347 Mio. DM ein Umsatzplus zum Vorjahr von 22 Prozent (konsolidiert auf der Basis von 49 Hotels 320,3 Mio. DM, plus 28,7 Prozent). Dabei entfielen immerhin 30,6 Prozent (98.000 DM) auf den F&B-Bereich, der nicht zuletzt durch das Tagungsgeschäft hoch profitabel ist. Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 62,5 Prozent und einem von 126 auf 135 DM gestiegenen Brutto-Durchschnittspreis gelang beim Betriebsergebnis (GOP) der Hotels ein deutlicher Sprung von 101,6 Mio. DM auf 130,1 Mio. DM. Auf einen Gewinn von 42,7 Mio. DM verdoppelt hat sich das Ergebnis der Hotels nach Abschreibungen und Mieten. Ebenfalls verdoppelt wurde das Konzernergebnis mit 7,9 Mio. DM.

Vorstandsvorsitzender Dieter Müller, der diese herausragenden Zahlen auf der ersten Bilanzpressekonferenz in der Hauptstadt präsentierte (das Unternehmen ist in der Region inzwischen mit 1.200 Zimmern in sechs Hotels präsent), hob besonders hervor, dass Astron mit einer Umsatzrendite vor Steuern von fünf Prozent bereits jetzt zu den ertragsstärksten Hotelketten in Deutschland zählt. Müller, der von einem glänzenden Abschluss für das zurückliegende Geschäftsjahr sprach, äußerte sich im Gespräch mit der NGZ-Der Hotelier zu eventuellen Partnerschaften: "Wir überlegen, wie wir uns noch besser und schneller entwickeln können. Favorisieren angesichts des eigenen Potenzials jedoch den eigenständigen Weg." Es sei vor allem an weitere Akquisitionen gedacht. Und natürlich gäbe es Übernahmeangebote. "Aber so eine Partnerwahl muss mit Blick auf unterschiedliche Stärken und Präsenz in anderen Märkten einen Sinn machen. Auch stehen wir mit einer starken Home Base in dem größten europäischen Markt für Business Traveller unter keinerlei Druck", betonte er.

Ziel der Entwicklungsstrategie in fünf Wachstumsfeldern sei es, die Astron Hotels als eine der führenden europäischen Business Hotelmarken zu etablieren. Deshalb liege der Schwerpunkt auch auf der Entwicklung der Vier-Sterne-Häuser mit Konzentration auf die Kernmarktregionen. Nach Eröffnungen in Heidelberg, Wien, Hamburg und Zürich in diesem Jahr befänden sich weitere 11 Hotels mit über 3.000 Zimmern in der Pipeline. Mit dem Aufbau eines Vacation Ownership-Konzeptes solle ferner die Entwicklung im Vier- und Fünf-Sterne-Resortbereich vorangetrieben werden. Nach dem erfolgreichen Start der Low Budget Marke Motel One in Offenbach rechnet die Gruppe bis 2004 mit mindestens 30 weiteren Häusern dieses Typs. Angekündigt wurde der Einstieg in die Zwei- bis Drei-Sterne Budget Hotellerie. "Das gute erste Quartal und auch die Tendenz für das erste Halbjahr lassen zum Jahresende mit dann 61 Hotels und 9.000 Zimmern einen erneut deutlichen Umsatz- und Ergebnissprung erwarten", zeigte sich der Vorstandsvorsitzende - ganz im Gegensatz zu manch anderen der führenden Köpfe in der Branche - auch für 2001 überaus optimistisch.

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