Starbucks

Expansion in Japan

Der amerikanische Coffeebar-Riese mit Sitz in Seattle plant nach Angaben der Financial Times vom 27. Juni, die Anzahl seiner Outlets in Japan innerhalb der nächsten 5 Jahre von 368 auf 1.000 zu erhöhen. Außerdem erwägt das Unternehmen, dort eine Kaffeerösterei zu errichten. Die Expansionspläne sollen trotz sinkender Umsätze auf bestehender Fläche in den vergangenen 10 Monaten aufrechterhalten. Nach Meinung der Financial Times baut das Unternehmen Marktanteile auf Kosten der Profitabilität aus. Chairman Howard Schultz hat entgegen anderslautender Gerüchte die Wachstumspläne bestätigt. "Der japanische Markt ist unser bester. Wir stecken noch in den Kinderschuhen." Starbucks will in Japan durchschnittlich 120 Coffeeshops pro Jahr eröffnen. Dabei denkt man über Angebote neuer Produktgruppen und Errichtung reiner Take-away-Stores nach. Japan, so Schultz, sei nach wie vor der profitabelste Markt für die Company - mit Verkäufen und Gewinnspannen, die um 1,6 mal höher seien als der US-Durchschnitt. Trotzdem verzeichnet man seit einiger Zeit einen Rückgang, der darauf zurückzuführen ist, dass neue Betriebe von Starbucks selbst und auch anderen Unternehmen eröffnet wurden.

"Wenn die Verkäufe weiter sinken, muss Starbucks seine Kostenstrukturen, die höher als die der Wettbewerber sind überprüfen", so Takashi Imajo, Analyst bei Daiwa Securities. "Ansonsten kann das Unternehmen nur in 1a-Lagen, die ein hohes Volumen zur Kostendeckung garantieren, neue Outlets eröffnen."

Die Starbucks-Aktie schloss am Mittwoch 64 % unter dem Höchststand vom vergangenen November.
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