Schindlerhof Nürnberg

Facts & Figures 2009

Das hoch profilierte Hotel Schindlerhof am Stadtrand von Nürnberg zählt zu den Benchmarks der Hospitality-Branche. 43 % der Gesamterlöse entfallen auf F&B, definitiv ein Spitzenwert in der Hotellerie.

Doch auch in vielen anderen Disziplinen ist die Kobjoll-Familie Vorreiter und führend. Hier der Geschäftsbericht zum Sichtflug-Jahr 2009. Transparent, spannend und nach Mega-Turbulenzen fürs Jahr 2010 wieder deutlich perspektivenreicher.

„Ich bin jetzt 40 Jahre in der Hotellerie aktiv tätig, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", fasst Klaus Kobjoll, gemeinsam mit seiner Frau Renate und Tochter Nicole Eigentümer des Vier-Sterne-Tagungshotels Schindlerhof in Nürnberg, das vergangene Jahr 2009 zusammen. 24 Jahre ging es im Schindlerhof stetig nach oben - insgesamt um 353 %. Doch ausgerechnet im 25-jährigen Geschäfts- und Jubiläumsjahr hat es auch den Schindlerhof - wie die gesamte Wirtschaft - voll erwischt. „Denn auf unserem stürmischen Flug durch eine Weltwirtschaftskrise, die wir nicht zu verantworten hatten, dennoch aber die Leidtragenden waren, mussten auch wir viel Ballast abwerfen, um nicht ins Trudeln zu geraten.

Alle Kostenarten kamen auf den Prüfstand - auch die kleinsten - und wurden konsequent reduziert." Dennoch ist es dem Schindlerhof mit seinen 92 Zimmern und zehn Tagungsräumen sowie drei Restaurants trotz eines Umsatzrückgangs von 11 % auf brutto 5.844,599 € (Vorjahr 5.33 Mio. €) gelungen, das Jahr mit leicht schwarzen Zahlen abzuschließen. Dieser Umsatz teilt sich auf in: Logis 41 %, Food & Beverage 43 % und den Tagungsbereich mit 16 %. Die Gästestruktur setzt sich aus Tagungsgästen (57 %), individuellen Geschäftsreisenden (40 %) und individuellen Privatreisenden (3 %) zusammen.

Die Auslastung der Hotelkapazität lag 2009 im Schindlerhof im Schnitt bei unverändert 68 %, die der Gastronomie bei ebenfalls unverändert 80 %, jedoch bei niedrigerem Pro-Gast-Umsatz, und der Tagungsbereich war mit durchschnittlich 66,7 % (Vorjahr 73 %) deutlich niedriger belegt. Durch eine natürliche Fluktuation reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter im Laufe des Jahres 2009 von 70 um acht, entsprechend auch die Teamkosten. Der Pro-Kopf-Umsatz von insgesamt 62 Mitarbeitern, davon 15 Azubis hälftig gerechnet, wird für das vergangene Jahr mit brutto 106.265 € (Vorjahr 103.000 €) angegeben und liegt damit auch im Krisenjahr 2009 erneut weit über dem Branchendurchschnitt. Zudem vermerkt Klaus Kobjoll in seinem Jahresbericht auf der Positivseite, dass auch im vergangenen Jahr wieder erhebliche Investitionen aus Eigenmitteln durchgeführt wurden. Dagegen bedauert er, dass von 511 schriftlich eingereichten Verbesserungsvorschlägen der Mitarbeiter „nur" 353 aus Kostengründen realisiert werden konnten. Die Umsetzungsquote betrug dennoch immerhin 69 %.

Doch so turbulent streckenweise der Flug SH 2009 durch die Wirtschaftskrise auch war, „es sieht bereits nach den ersten Monaten des Jahres 2010 danach aus, dass wir im laufenden Jahr erneut an das über weite Strecken erfolgreiche Jahr 2008 anknüpfen können." War der Januar 2010 noch „grottenschlecht", so gingen die Zahlen im Februar bereits wieder deutlich nach oben, „und der März war der beste März aller Zeiten". Mit anderen Worten: „Das Tagungsgeschäft zieht wieder an, und wir sind natürlich sehr froh, mit unserer konsequenten Spezialisierung eher zu den Gewinnern nach der Krise zu gehören", ergänzt Nicole Kobjoll als Nachfolgerin von Renate und Klaus Kobjoll. 

Da man im Hause Kobjoll nach dem vergangenen Jahrzehnt und mehreren unterschiedlichen Krisen inzwischen erkannt hat, dass nach der Krise immer auch vor der Krise ist, konzentriert man sich in den nächsten Monaten und Jahren darauf, Neukunden zu gewinnen und Stammkunden noch stärker an das Unternehmen zu binden. Darauf liege der gemeinsame Fokus, der flexibel den jeweiligen Umständen angepasst werde und das „mit innovativer Kreativität, ungebrochenem Kampfgeist, unverändertem Qualitätsmanagement im Produkt- und Leistungsbereich sowie dem konsequenten Erhalt unseres Preisniveaus - wir haben im übrigen die Senkung der Mehrwertsteuer weitgehend an unsere Gäste weitergegeben, das finden wir nur fair. Und wir sind sicher, dass wir aus der Wirtschaftskrise 2009 gestärkt in dem Bewusstsein hervorgehen, es einmal mehr geschafft zu haben." Insofern ist das 25. Jubiläumsjahr, das noch bis September 2010 andauert, offenbar eine besonders große Herausforderung für den Schindlerhof, „die wir mit großer Zuversicht annehmen."

http://www.schindlerhof.de/


stats