bento box

Fast Casual-Formel eröffnet 5. Standort

Mit dem am vergangenen Freitag eröffneten Betrieb im Kölner Stadtteil Braunsfeld zählt das 2002 gegründete Fast Casual-Konzept mit Fokus auf ’japanese cooking’ nunmehr vier Standorte in Köln sowie einen in München. Überall – so auch an der Aachener Straße 500 – dominieren Glasfassaden das Exterieur der bento box (übersetzt: Lunch Box)-Einheiten. „Dadurch wollen wir potenziellen Gästen Berührungsängste nehmen, sich japanischer Küche zu nähern“, erklärt Natascha Tessmann. Die 44-jährige Quereinsteigerin mit japanischer Mutter und deutschem Vater hat sich gemeinsam mit drei weiteren Gesellschaftern zum Ziel gesetzt, ihren Gästen die Vielfalt japanischer Gerichte zu vermitteln. „Japan ist viel mehr als nur Sushi.“
So findet man auf der umfangreichen, bildstarken Karte neben Nigri und (Inside Out-)Maki auch Salate, Spieße, Udon Suppen sowie Hauptgerichte mit gegrilltem oder frittiertem Fleisch und Geflügel. Die Bestseller? ’Gyoza’ (5 gedämpfte Teigtaschen gefüllt mit Hähnchen und Gemüse) für €5,30, ’ebi tempura’ (6 inside out maki, gefüllt mit frittierten Garnelen, Mayonnaise und Tonkatsu Sauce) für €5,20 sowie Teriyaki mit Hähnchen, Lachs oder Rumpsteak zu €9,20-€11,20. Das teuerste Gericht, der Sashimi Mix XL mit 16 Sashimi liegt bei €15,50. „Angebot und Preise wollen eine breite Zielgruppe ansprechen. Jeder soll etwas bei uns finden“, so Tessmann, die den Durchschnittsbon mit €12,50 angibt.

Zubereitet wird „frisch“ – man versucht stets, offene Küchen in das Raumkonzept zu integrieren. Im Fall der jüngsten Filiale allerdings ist die warme Küche „eher versteckt“, Sushi dagegen wird hinter der langen Theke zubereitet – von angelernten Kräften, denen die „rund 15-20 % asiatischen Mitarbeiter“ im systemweit 150-Leute zählenden Team entsprechendes Know how vermittelten.

Bei einem F:B-Verhältnis von 75:25% kommen die Sushi-Offerten auf 60% Erlösanteil an den Speisen: Vertraute Exotik – bestellt von einer weitgehend jungen bis ’mittelalten’, urbanen Klientel, die vor allem zu den Mittags- und Abendstunden in den modern-minimalistisch designten Betrieben zusammentrifft. Bambus ist das dominierende Material in einer Farbwelt aus schwarz, weiß und rot – mittendrin kleine Akzente wie Manga-Nischen oder Lampenschirme in japanischer Designsprache. Die Investitionssumme pro Store? €150.000-200.000.

Rund 1.300 tägliche Gäste zählen die fünf bento box-Betriebe durchschnittlich – der kleinste bietet 40 Innen- und 20 Außenplätze, der größte 90 drinnen und 120 an der frischen Luft. „Der geplante Nettoumsatz 2011 liegt bei systemweit €5,5 Millionen“, sagt Tessmann. Ebenso, dass in diesem Jahr noch ein weiterer Betrieb in Köln und einer in München eröffnen wird. 2012 sollen Düsseldorf und Bonn ans Netz gehen. Alles in Eigenregie.

www.bentobox.de



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