Shell & Dea Oil

Fast Food-Part im Systemgeschäft statt Agentursystem

Das Anfang dieses Jahres aus Shell und Dea entstandene Joint Venture Shell & Dea Oil GmbH in Hamburg hat ein neues einheitliches Vertriebssystem entwickelt, "das die erfolgreichsten Geschäftsmodelle der früheren Shell und Dea-Systeme bündelt", so das Unternehmen. Die Shop-Sortimente (vornehmlich Markenartikel aus den Bereichen Tabak, Lebensmittel und Hartwaren) werden künftig an rund 1.300 Shell und Dea-Tankstellen - wie bisher schon beim Kraft- und Schmierstoffgeschäft - in einem zentral gesteuerten Agentur-Geschäft geführt, das vor vier Jahren von Shell entwickelt wurde und sich bereits an 900 Stationen bewährt hat.

Die stärker an lokalen Kundenbedürfnissen orientierten Geschäftsbereiche Fast Food/Imbiss, Autowäsche sowie Reparaturen/Dienstleistungen werden in die unternehmerischen Verantwortung der Pächter übergeben und fortan in Anlehnung an das bisherige Systemgeschäft der Dea organisiert. Meint: mit klaren Systemvorgaben in punkto Auftritt, Sortiment und Betriebsführung, aber Freiheiten, darunter Preishoheit, für den einzelnen Pächter vor Ort. Das Agentursystem der Shell habe in diesen Bereichen vergleichsweise schlechter abgeschnitten.

Durch das neue Vertriebsmodell "System Plus" verspricht sich die neue Geschäftsführung Umsatzsteigerungen von 7 % bei Tabak und bis zu 17 % bei Nahrungsmitteln insgesamt. Ob die Snack-Einheiten der Shell und Dea-Stationen als einheitliche oder getrennte Marken geführt werden, war nicht zu erfahren.

Auch nicht, ob das neue Konzept ebenfalls auf weitere der derzeit insgesamt rund 3.200 Tankstellen (darunter 1.574 der Dea) übertragen wird. Es sei nicht einmal sicher, ob alle der ausgewählten 1.300 Tankstellen beim Unternehmen blieben. Das Kartellamt hatte dem Joint Venture von Shell und Dea nur zugestimmt, wenn sich das fusionierte Unternehmen von 5 % Marktanteil trennt. Derzeit halten die Mineralölriesen einen Marktanteil von 25 %.

Das Shop-Geschäft hat branchenweit nach Angaben des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG), Minden, inzwischen einen Umsatz-Anteil von 49 % vor den Provisionen aus dem Kraftstoffgeschäft (25 %), der Autowäsche (14%), Dienstleistungen (5%) und sonstigem (7%) erreicht.



www.shell-dea.de
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