Guide Michelin

Feiert 100. Ausgabe

Am heutigen Montag feiert der französische Gourmetführers Guide Michelin seine 100. Ausgabe. Und gleichzeitig seinen 100. Geburtstag – den ersten Guide gab es zur Pariser Weltausstellung 1900, doch während der beiden Weltkriege sind keine Ausgaben erschienen. Frankreich zählte zu jener Zeit knapp 3.000 registrierte Automobile. Der erste, damals kostenlose Führer verteilte noch keine Sterne, sondern beschränkte sich auf Tipps für Autofahrer. 1920 kostete das Buch erstmals Geld, es bot nun Restaurantempfehlungen sowie ein Verzeichnis von Pariser Hotels. 1926 schließlich vergab der Guide Michelin erstmals einen Stern für gute Küche. 1931 kamen der zweite und dritte Stern hinzu, 1936 führte André Michelin die bis heute gültige Definition ein: ein Stern - eine sehr gute Küche. Zwei Sterne - eine hervorragende Küche: verdient einen Umweg. Drei Sterne - eine der besten Küchen: eine Reise wert. Von Anfang an versprach der Führer eine gerechte und strenge, unabhängige Bewertung. Seit 1970 empfiehlt das Reifenmännchen Bibendum nicht nur teure, sondern auch preiswerte Restaurants. Doch das Hauptinteresse gilt nach wie vor den Sternen der Spitzenköche, unter denen Paul Bocuse einer der großen Rekordhalter ist: Sein Restaurant in Lyon hat seit 44 Jahren 3 Sterne. Inzwischen werden Michelinführer für 23 Länder publiziert. Lediglich 72 Meisterköche weltweit können sich glücklich schätzen, mit drei Sternen ausgezeichnet zu sein. Insgesamt 1973 Sterne vergibt der Gourmetführer in seiner 100. Ausgabe. www.michelin.com www.guide-michelin-centieme.com Redaktion food-service Gourmetführer, Pariser Weltausstellung, André Michelin, Bibendum, Paul Bocuse


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