USA

Fettleibigkeit verdrängt Low-Carb-Diskussion

Waren im ersten Halbjahr 2004 Low-Carb-Verrücktheiten noch das ganz große Thema, bei Profis wird jetzt nur noch ganz wenig darüber gesprochen. Laut The New York Times sind in der jüngsten Vergangenheit fast 4.000 kohlenhydratarme Produkte auf den Markt gekommen, die allermeisten davon dürften 2005 als gescheiterte Innovationen wieder in der Versenkung verschwinden. Deutlich schneller als erwartet ebbt diese große Welle ab. Das neue Nummer-1-Thema im zweiten Halbjahr 2004 und jetzt 2005: Obesity, sprich Fettleibigkeit. Die Wissenschaft spricht von einer Epidemie.

In den 90er Jahren ist der durchschnittliche Amerikaner exakt 10 Pfund schwerer geworden. Waren Anfang der 90er 56 % der erwachsenen US-Bürger übergewichtig oder fettleibig, so sind es heute bereits 65 %. Sollte sich diese Entwicklung nicht umkehren lassen, gehen Experten davon aus, dass Fettleibigkeit eines Tages die Todesursache Nummer 1 sein wird.

Positiv: Ein neues Bewusstsein macht sich breit. So brachte die jüngste Befragungsrunde von "What America eats" zutage, dass verkleinerte Portionen der meistgenutzte Weg sind, um das Gewicht besser unter Kontrolle zu bringen (45 % der Befragten), gefolgt von verstärktem Verzehr fettarmer Lebensmittel/Rezepturen (40 %) sowie generellem Kalorien reduzieren (31 %).

All überall ist die Rede von mehr frischem Food und bewussterer Auswahl im Supermarkt und im Restaurant.


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