Le Crobag

Förderung von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund

Nicht nur die Bundesregierung sucht derzeit nach effektiven Lösungen, Arbeitnehmern mit Migrationshintergrund die Eingliederung ins Berufsleben zu erleichtern. Auch der Backwarenspezialist Le Crobag macht vor, wie man mit einem 50 %-igen Ethno-Anteil von rund 1.000 Beschäftigten nicht nur kontinuierlich wachsen, sondern auch Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund beispielhaft fördern kann. „Unsere Mitarbeiter stellen den zentralen Faktor des Unternehmenserfolges dar. Und noch mehr: Ein hoher Anteil von Mitarbeitern ethnischer Herkunft auf Management- und Zentralebene trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg bei“, so die Philosophie der Hamburger Bakery-Fast-Food-Marke mit derzeit über 120 Shops und einem Jahresumsatz von ca. 60 Mio. EUR. Die besondere Personalstruktur gilt dabei als spannende Herausforderung: Ein Großteil der Beschäftigten ist 16-30 Jahre alt, überwiegend weiblich, die Hälfte nichtdeutscher Herkunft. „Ich bin sehr stolz auf unsere Personalentwicklungsarbeit, die uns ermöglicht, Arbeitnehmer mit ethnischer Herkunft, insbesondere in den Führungsebenen, zu fördern. Es macht sehr viel Spaß, mit dieser bunten Mischung von Menschen zu arbeiten und hervorragende Leistungen zu erzielen“, so Geschäftsführerin Friederike Stöver. Die folgenden zwei Karriere-Beispiele dokumentieren dieses beispielhafte Engagement: Die gebürtige Brasilianerin Adriana Bogdan arbeitet inzwischen seit sieben Jahren als Gebietsverkaufsleiterin und ist zuständig für acht Filialen im Ruhrgebiet sowie für zwei in Hamburg. Ihre steile Karriere bei Le Brobag begann 1999, als sie Friederike Stöver begegnet und diese auf Anhieb von ihrer Ausstrahlung, ihrem Ehrgeiz und Fleiß begeistert ist. Nach kurzer Einlernzeit und Arbeit als Verkäuferin übernimmt Bogdan nach nur einem Jahr die Hamburger Filiale Jungfernstieg als Shopleiterin. An diesem Standort entsteht eine Ausbildungsfiliale zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter, darunter Beschäftigte mit sprachlichen Barrieren. Von 2001 bis 2002 ist sie Trainerin in der Zentrale. Gleichzeitig unterstützt sie die Gebietsverkaufsleiter in verschiedenen Filialen, so auch in der neuen Filiale Düsseldorf. Ihre hervorragenden Leistungen sowie ihre außergewöhnliche Persönlichkeit schlagen sich in der Beförderung zur Gebietsverkaufsleitung nieder. Einen vergleichbaren Karriereweg machte der aus Persien stammende Reza Hassanzadeh. Nach einer Umschulung zum Hotelfachmann arbeitet er als Alleinpächter eines Cafés, bis er 1995 bei Le Crobag als Shopleiter der Filiale Hamburg-Harburg startet. „Von Beginn an war ich vom Konzept begeistert. Außergewöhnliche Produktion und Verkauf, das frische Backen und Belegen unserer Ware im kurzen Takt – all dies hat mich damals schon überzeugt und zu einer Bewerbung motiviert“, so Hassanzadeh. Kaum zwei Jahre später wird er parallel zu seiner bisherigen Tätigkeit Shopleiter für die Hamburger Filiale Berliner Tor. Als selbständiger Lizenzpartner ist er von Anfang 1996 bis Ende 1999 tätig. Im Januar 2000 steigt er zum Gebietsverkaufsleiter Nord auf. Somit ist er verantwortlich für die reibungslose Kommunikation zwischen den Filialen und der Zentrale sowie der Umsetzung des Konzeptes und der Strategie. Inzwischen betreut er drei Filialen in Bremen und elf in Hamburg sowie das neue Konzept Le Crobag-City-Shop. www.lecrobag.de


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