Disneyland wird 50

Foodservice feiert mit

Vor 50 Jahren, exakt am 17. Juli, eröffnete Disneyland im kalifornischen Anaheim seine Tore. Heute ist daraus ein globales Freizeitparkimperium geworden mit Standorten in Nordamerika, Europa und Asien. Die Urzelle an der Westküste der USA ist gewachsen auf eine über 30 ha große Vergnügungslandschaft, wo jährlich auch rund 200 Mio. Dollar Foodservice-Umsätze getätigt werden. Seit Mai wird gefeiert – 18 Monate am Stück. Nach starken Umsatzeinbrüchen infolge der Anschläge am 11. September 2001 geht es jetzt wieder kräftig bergauf – in Kürze öffnet im September in Hongkong der 11. Disney-Themenpark. Wenig später wird der langjährige CEO Michael Eisner durch einen neuen ersetzt.



Als alles begann, damals 1955, bestand das Food-Angebot hauptsächlich aus Hamburgern und Hot-Dogs. Im letzten Jahr versorgte Disneyland in Anaheim 13 Mio. Gäste, im Durchschnitt serviert man 50.000 Mahlzeiten pro Tag. Das Foodservice-Portfolio reicht heute von Fastfood bis Fine Dining. Über die Hälfte der Foodservice-Sales in den Parks wird über Quickservice-Outlets generiert, feinste Fullservice-Angebote gewinnen an Popularität. Das hochpreisigste Angebot wird im Restaurant Napa Rose offeriert. Es eröffnete 2001 und bietet Hauptgerichte im Preisband von 26 bis 36 US-Dollar. Die Weinliste zählt über 1.000 Labels. Im Restaurant „The Vineyard Room“ beispielsweise kostet ein 3-Gang-Menü mit Wein 62 US-Dollar. Disney betreibt praktisch das komplette Foodservice-Spektrum im Park in Eigenregie, im Abendvergnügungsbereich (Downtown Disney) allerdings wird mit externen Marken kooperiert. Darunter House of Blues, Rain Forest Café sowie Ralph Brennan’s Jazz Kitchen.



Größter Disney-Standort ist und bleibt Orlando, wo zwischenzeitlich 4 riesige Parks und ein gigantisches Resortimperium jährlich über 30 Mio. Menschen anlocken. Dort hat der in Deutschland geborene Dieter Hannig als Senior Vice President Walt Disney World Food & Beverage das Selbstverständnis und Image der Gastronomie in den letzten 50 Jahren maßgeblich vorangetrieben. Unter seiner Ägide erhielt Foodservice zunehmend kulinarisch komplexe, über den Freizeitsektor hinaus trendsetzende Konturen. Er verantwortet nahezu eine Mrd. US-Dollar jährlichen Foodservice-Umsatz an diesem Mega-Standort der Company. Der Wert hat sich in den letzten 10 Jahren durch Entwicklung und Expansion exakt verdoppelt. Auf einer Fläche, zweimal so groß wie Manhatten stehen in 4 Themenparks und 17 Resorthotels insgesamt 90 Fullservice-Restaurants, 100 Quickservice-Units, fast 300 Snack-Food-Einheiten, 35 Lounges, 20 Pool Bars und 11 Nightclubs. Das macht alles in allem über 80 Mio. Gäste-Transaktionen pro Jahr. Etliche der Restaurants sind mit Auszeichnungen und Best-Ratings überhäuft.



Wer also in den nächsten Wochen/Monaten über dem großen Teich Ferien macht, sollte sich 1-2 fachliche Ferientage in der Welt der Mickey Mouse gönnen.



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