Mieten

Für erstes Halbjahr 2010 moderater Rückgang

Die Mieten für Einzelhandelsflächen in den 185 wichtigsten deutschen Einkaufsmeilen werden im ersten Halbjahr 2010 im Durchschnitt um moderate 0,4 Prozent nachgeben. Zu diesem Schluss kommt eine Prognose von Kemper's Jones Lang LaSalle, Retail-Spezialist der Jones Lang LaSalle-Gruppe.

Im zweiten Halbjahr 2009 lag der Rückgang gegenüber den ersten sechs Monaten bei 0,5 Prozent. In den 50 wichtigsten Städten zeigen sich die Mieten mit Ausnahme von Koblenz stabil. Auch in den sechs größten Metropolen erwartet Kemper's Jones Lang LaSalle durchweg konstante Werte.

Insgesamt weisen lediglich drei Prozent der untersuchten Standorte steigende (2. HJ 2009: ebenfalls 3 Prozent), 84 Prozent (2. HJ 2009: 79 Prozent) gleichbleibende und 12 Prozent (2008: 18 Prozent) fallende Mieten auf.

Die Daten ergeben Anhaltswerte für Gastro-Objekte - auch in weniger guten Lagen.

Die bundesweite Durchschnittsmiete gibt um 0,4 Prozent auf 58,65 Euro/m² nach - Mieten in über 80 Prozent der Standorte bleiben konstant.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt München mit bis zu 310 Euro/m². Frankfurt hält seinen Vorsprung gegenüber den weiteren Metropolen und platziert sich mit bis zu 270 Euro/m² auf Rang 2. In Düsseldorf erwartet Kemper's Jones Lang LaSalle bis zu 235 Euro/m². Die Landeshauptstadt hält damit Hamburg und Stuttgart mit jeweils 230 Euro/m² auf Distanz.

Berlin, Köln und Dortmund folgen auf den Rängen 6 bis 8 mit 210 bis 220 Euro/m². Die Toplagen in Hannover erreichen unverändert bis zu 180 Euro/m². Münster beweist mit Spitzen-mieten um 150 Euro/m² einmal mehr seine Ausnahmestellung als bei weitem kleinste Stadt unter den Top 10.

Um den Einfluss der Einwohnerzahl zu ermitteln, differenziert Kemper's Jones Lang LaSalle zusätzlich nach der Stadtgröße. In die Kategorie 250-500.000 Einwohner fallen 13 Städte. Im Durchschnitt ist hier ein minimaler Mietanstieg um 0,2 Prozent zu erwarten.

In den 100 untersuchten Kleinstädten mit unter 100.000 Einwohnern wird ein etwas deutlicherer Rückgang um durchschnittlich 0,9 Prozent prognostiziert.

In Ostdeutschland zeigt die Prognose im Mittel der 26 untersuchten Städte einen Rückgang um 1,0
Prozent. Die Metropolen Leipzig (115 Euro/m²) und Dresden (100 Euro/m²) zeigen ein stabiles Bild.

www.kempers-jll.net



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