Käfer in der Schranne

Gelungene Eröffnung

Die neue Schrannenhalle hat am Donnerstag, 13. Oktober 2011, ihre Pforten geöffnet – und Michael Käfer konnte sich bereits über den großen Andrang auf seinen Delikatessen Markt freuen.

Bis unter das Hallendach reichen die liebevoll bestückten Regale. Delikatessen, wohin das Auge sieht - auf über 1.300 qm. „Wir bieten den Münchnern an einem der schönsten Plätze im Herzen der Stadt nachhaltig produzierte Waren von vertrauensvollen Lieferanten und eine Vielfalt an Lebensmitteln für den täglichen Einkauf“, erklärt Inhaber Michael Käfer.
Rund 2.000 Produkte zu genau den günstigen Preisen, von denen auch schon die Kunden der Märkte in Brunnthal, Pullach und Parsdorf profitieren – das bedeutet 10 bis 15 Prozent günstiger als im Fachhandel.

Das Erdgeschoss ist mit rund 30 Marktständen eine Schmankerlmeile, die zum Einkaufen und Verweilen einlädt. Die Stände, einheitlich in warmen Holztönen gehalten, geben der Schranne einen offenen und einladenden Charakter. Die Architektursprache in der gesamten Halle ist einheitlich und wurde vom Architekturbüro Oliv realisiert. Die Schranne präsentiert sich auf rund 3.000 qm als modernes Marktkonzept mit traditioneller Atmosphäre, welches die Produkte in den Vordergrund stellt. Materialien und Farben des Interieurs nehmen sich zurück. Eiche, Stahl, Weidengeflechte und Fliesen in handgemachter Optik betonen das Natürliche.

Um den einladenden Charakter der Markthalle zu unterstreichen, wurden an beiden Längsseiten je acht Flügeltüren angebracht, die komplett zu öffnen sind. Besonderer Blickfang sind die beiden Emporen an den jeweiligen Enden der Halle. Sie werden für die MarktKüche von Käfer und für den Steirer Laden mit Köstlichkeiten aus der Steiermark genutzt und erlauben dem Besucher einen freien Blick über die gesamte Markthalle.

Die gesamte Halle ist vermietet. So wird es Spezialitäten aus Südtirol und Schmankerl aus Tirol geben, das Handelskontor Bremen wird ausgesuchte Tees verkaufen. Bei Segafredo werden auch Barista-Kurse angeboten.

Den Nordteil der Schranne belebt der 'Käfer in der Schranne'. Neben vier Theken im Erdgeschoss mit frischem Brot, Salaten und handgemachter Pasta hat Käfer hier sein gesamtes Sortiment der Delikatessen Märkte im Angebot. In der Käfer MarktKüche auf der Nordempore werden Gerichte mit frischen Zutaten aus der Region gekocht. Fisch und Fleisch gibt es direkt vom Grill.

Das Markenzeichen und Logo der neuen Schrannenhalle ist eine stilisierte Kornblume, die den traditionellen Ort für Getreidehandel widerspiegelt und auch an einzelnen Säulen der Halle zu finden ist. Es vereint Tradition und Moderne und steht als Gütesiegel und Teil der neuen visuellen Identität für den Aufbruch in eine neue Ära.

Montags bis samstags wird die Schrannenhalle zu den klassischen Einkaufszeiten von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet haben.

Aus der Süddeutschen Zeitung vom 14. Oktober 2011:
Die Eröffnung der neuen Schrannenhalle ist ein Münchner Gesellschaftsereignis – und ein hoffnungsvoller Aufbruch. Das muss man erst mal hinkriegen: Nahezu der gesamte Stadtrat ist gekommen, die wichtigen Brauereichefs und Großgastronomen der Stadt, aber auch die wichtigsten Akteure der Immobilienbranche, ferner Museumsdirektoren, Schauspielerinnen, Promi-Ärzte, Gourmetkritiker und der bei solchen Festivitäten immer höchst erwünschte Hochadel.

Es gilt, im zweiten Anlauf einem Bauwerk zum Erfolg zu verhelfen, das jahrelang gegen seinen schlechten Rum kämpfen musste. Die Schrannenhalle – sie war seit der Wiedereröffnung 2005 ein Ort, um den viele Münchner einen Bogen machten; zu konfus, zu beliebig, zu zweitklassig war das Angebot der dort um ihr Überleben kämpfenden Geschäfte. Die Schrannenhalle war, mit einem Wort: mausetot. Doch nun, an diesem Herbsttag, sieht die Sache anders aus.

„Endlich haben wir eine echte Markthalle – bisher hatte die Schranne diesen Namen ja nicht verdient“, sagt der Immobilienhändler Detlev von Wangenheim. Der dem Kulinarischen nicht ganz abgeneigte CSU-Stadtrat Walter Zöller: „Das ist ein überzeugendes, offenes Konzept mit einer guten Mischung an Läden.“

Und dann hat der Investor und Eigentümer seinen Auftritt, es ist schon filmreif, welchen Enthusiasmus Hans Hammer verbreitet. Der stets ein wenig jungenhaft wirkende Unternehmer hört gar nicht mehr auf, sich zu bedanken, vor allem die Lokalpolitiker, aber auch die Nachbarn und die Standlbetreiber vom Viktualienmarkt bekommen ihr Stück von der Ruhmestorte.

Oberbürgermeister Christian Ude erinnert in seiner Rede dann an die Anfänge der historischen Schrannenhalle vor 160 Jahren. „Die Einrichtung ist jetzt aus einem Guss“, schließt Ude, und selbst die schlimmsten Münchner Grantler müssten sich beim Gang durch die Schranne eingestehen: „Das war der Hammer.“

Traum-Bilanz: Über 30.000 Besucher an den ersten drei Tagen.

www.schrannenhalle.de
www.feinkost-kaefer.de
 


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