Werk mit Biss

Geschichte der Imbissbude

Über zehn Jahre hat die heute 80-jährige Elisabeth Naumann geforscht: gesucht, begutachtet, fotografiert und typologisiert. Und zwar über 300 Kioske in Berlin. Das Resultat ihrer Streifzüge durch die facettenreiche Kiosklandschaft der Hauptstadt ist eine exemplarische Untersuchung, in der das Phänomen und die (Kultur-)Geschichte der Mini-Versorgungsstationen wissenschaftlich unter die Lupe genommen werden. Auf Papier gebannt sind die Ergebnisse der Ausnahmestudentin und nun ältesten Doktorandin der FU Berlin pünktlich zur Buchmesse im Jonas Verlag erschienen.
Der Titel ‘Kiosk‘, auf den ersten Blick recht nüchtern, erhält Profil & Farbe durch den zweiteili-gen Untertitel ‘Entdeckungen an einem alltäglichen Ort. Vom Lustpavillon zum Konsumtempel‘. Sieben Kapitel auf mehr als 200 Seiten beschreiben Historie, Typen und Funktionen des Kiosks, zeugen von seinen mannigfaltigen architektonischen Gesichtern und beleuchten sein Inszenierungspotenzial. Mittendrin: ‘Essen und Trinken in der Öffentlichkeit‘ - die Esskultur am Imbiss, von Currywurst bis Gummibärchen.
Für alle, die Appetit auf mehr Infos über die außergewöhnliche Doktorarbeit im Fach Kultursoziologie haben:
www.spiegel.de/kultur/literatur
Jonas Verlag, 240 Seiten, broschiert, ISBN 3-89445-322-2, 20,- €
www.jonas-verlag.de

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