Accor

Gewinneinbußen im ersten Halbjahr

Der französische Hotelkonzern Accor verzeichnet für das erste Halbjahr 2003 deutliche Gewinneinbußen. Bei einem Umsatz von 3,306 Mrd. Euro erzielte Accor einen Gewinn vor Steuern von 180 Mio. Euro, dies entspricht einer Abnahme um 22,8 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002 (303 Mio. Euro). Das Brutto-Betriebsergebnis sank von 933 Mio. Euro um 5,5 Prozent auf 817 Mio. Euro. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr dieses Jahres führt der Konzern auf ein noch nie da gewesenes Zusammentreffen von Ereignissen in der Reisebranche und auf negative Wechselkurseinflüsse zurück. Die Hotellerie sei besonders stark von den Auswirkungen des Irak-Krieges, von SARS und dem Ausbleiben von US- und Asien-Touristen in Europa betroffen. Hinzu kamen im Mai und Juni soziale Unruhen in Frankreich. Dennoch bewies das Economy-Hotelsegment in Europa erneut seine Fähigkeit, sich zu behaupten, teilte das Unternehmen mit. Der Geschäftsbereich Services litt stark unter Währungsabwertungen in Lateinamerika sowie unter den Auswirkungen von niedrigeren Umsätzen in diesen Ländern. Bei konstantem Portfolio und Wechselkurs stieg das Brutto-Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs Services um 4,8 Prozent. Für die Zukunft hat sich der Konzern folgende Ziele gesteckt: - Erhöhung des Marktanteils durch Vertriebsinitiativen und eine dynamische Entwicklungsstrategie in Europa, mit der Eröffnung von knapp 180 Hotels (20.000 Zimmer) weltweit im Jahr 2003 - Verbesserung der Produktivität durch die Neuorganisation der Hotellerie in Europa - selektive Investitionen Für das Gesamtjahr will die Gruppe - angesichts der Halbjahresergebnisse und des anhaltend schwachen Geschäfts im Sommer (bis auf die Vereinigten Staaten, wo ein leichter Aufschwung zu verzeichnen war) - für das Gesamtjahr einen Gewinn vor Steuern in Höhe von rund 500 Mio. Euro erzielen.



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